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Kartoffeln anhäufeln – wann, wie oft und warum es Pflicht ist

Kartoffeln müssen angehäufelt werden. Das ist kein optionaler Pflegeschritt, sondern der eigentliche Schutz für die sich bildenden Knollen. Ohne Damm kommen Kartoffeln ans Licht, werden grün und sind dann nicht mehr essbar.

Warum anhäufeln

Der Erddamm erfüllt drei Aufgaben gleichzeitig: Er deckt junge Knollen lichtdicht ab, schützt frische Triebe vor Spätfrost und hält das Beet lockerer und unkrautärmer. Gerade bei Frühkartoffeln ist das wichtig, weil sie sehr früh im Jahr wachsen und kalte Nächte noch möglich sind.

Der richtige Zeitpunkt

Der erste Damm ist fällig, sobald die Triebe etwa 10–15 cm aus dem Boden ragen. Dann wird Erde von beiden Seiten an die Pflanze gezogen, bis nur noch die oberen Blattspitzen frei bleiben.

Frühkartoffeln werden in der Regel zweimal angehäufelt. Lagerkartoffeln brauchen meist zwei bis drei Durchgänge, weil sie länger wachsen und mehr Knollen bilden.

So gehst du vor

  1. Beet vorher lockern, wenn die Oberfläche verkrustet ist.
  2. Erde mit Hacke oder Händen von beiden Seiten zur Pflanze ziehen.
  3. Einen gleichmäßigen Damm formen.
  4. Nur die oberen Blätter sichtbar lassen.
  5. Nach 2–3 Wochen kontrollieren und bei Bedarf nachhäufeln.

Ein sauberer Damm ist wichtiger als große Höhe. Entscheidend ist, dass keine Knollen freiliegen.

Wie hoch der Damm sein soll

Im Hausgarten reicht ein stabiler Damm von etwa 15–20 cm. Bei starkem Regen sackt er etwas zusammen, deshalb ist Nachhäufeln normal. Wenn beim Jäten oder Gießen Knollen sichtbar werden, sofort wieder Erde nachziehen.

Typische Fehler

Praktische Empfehlung

Sobald die Kartoffeln handhoch sind, anhäufeln. Dann nach zwei bis drei Wochen ein zweites Mal prüfen. Bei Lagerkartoffeln ist oft ein dritter Durchgang sinnvoll. Im Zweifel lieber einmal mehr nachformen als grüne Knollen riskieren.


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