Monat für Monat wissen, was im Gemüsegarten sinnvoll ist

Nach den Eisheiligen pflanzen

Nach den Eisheiligen beginnt in vielen Gärten das sichere Zeitfenster für empfindliche Kulturen. Gemeint sind vor allem Gemüse, die auf kalte Nächte deutlich reagieren: Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Kürbis, Auberginen und Basilikum. Der Begriff ist praktisch, weil er einen groben Orientierungspunkt gibt. Entscheidend ist trotzdem nicht nur das Datum, sondern die tatsächliche Wetterlage am Standort.

Welche Gemüse jetzt ins Freiland können

Typische Kulturen für die Zeit nach den Eisheiligen sind:

Worauf du achten solltest

Datum ist nur die grobe Orientierung

Die Eisheiligen liegen Mitte Mai und markieren in vielen Regionen das Ende der typischen Spätfrostphase. Das heißt aber nicht, dass ab diesem Tag automatisch jede Lage frostfrei ist. In Senken, offenen Lagen oder Höhenlagen können kalte Nächte länger ein Thema sein. Darum lohnt sich der Blick auf die lokale Vorhersage für die nächsten Nächte mehr als das starre Festhalten am Kalender.

Auf Nachttemperaturen achten

Empfindliche Gemüse brauchen nicht nur tagsüber Wärme, sondern auch milde Nächte. Fallen die Temperaturen regelmäßig deutlich unter 8 bis 10 °C, wachsen viele Pflanzen nach dem Setzen nur stockend weiter. Sichtbar wird das durch hängende Blätter, bläuliche Verfärbungen oder Stillstand im Wachstum. Besser ein paar Tage warten als Jungpflanzen zu früh zu stressen.

Jungpflanzen vorher abhärten

Pflanzen aus Zimmer, Gewächshaus oder Anzuchtregal müssen an Sonne, Wind und Temperaturschwankungen gewöhnt werden. Dazu stellt man sie über mehrere Tage stundenweise nach draußen und verlängert die Zeit nach und nach. Ohne Abhärtung reagieren viele Jungpflanzen nach dem Setzen mit Sonnenbrand oder Wachstumsstopp.

Typische Fehler

Praktische Empfehlung

Nach den Eisheiligen beginnt das sichere Pflanzfenster für empfindliche Kulturen – aber nur dann, wenn die Nächte wirklich passen. Wer Tomaten, Paprika, Gurken oder Zucchini auspflanzen will, sollte die Pflanzen vorher abhärten und die Wetterprognose für mehrere Nächte prüfen. An geschützten Standorten kann man etwas früher starten, in kühleren Lagen lohnt sich oft noch wenige Tage Geduld.

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