Rosmarin anbauen – Standort, Pflege und Tipps
Rosmarin auf einen Blick
- Pflanzzeit
- April–Mai oder September
- Standort
- Standort vollsonnig, warm, windgeschütztBoden sehr gut durchlässig, mager, sandig bis steinig
- Abstand
- Pflanzabstand 30–50 cm
- Ernte
- ganzjährig (bestes Aroma: morgens, vor der Blüte)
Weitere Anbaudaten und Botanik
Rosmarin anbauen: mehrjähriges Mittelmeerkraut; Pflanzzeit April-Mai; Abstand 30-50 cm; winterhart bis -10°C; Ertrag 100-300 g/Pflanze/Jahr.
- Topf-Mindestgröße
- min. 30 cm Ø mit Drainage
- Boden-pH
- 6,5–7,5
- Temperatur Tag
- 18–25 °C
- Frosthart bis
- −10 °C (winterharte Sorten bis −15 °C)
- Ertrag pro Pflanze
- 100–300 g Triebspitzen pro Jahr
- Familienbedarf (4 Pers.)
- 2 Pflanzen liefern ca. 0,2–0,6 kg/Jahr
- Pflanze
- Rosmarin (Salvia rosmarinus, syn. Rosmarinus officinalis)
- Nutzungsgruppe
- Küchenkraut / immergrüner Halbstrauch
- Lebensform
- mehrjährig, immergrün
- Herkunft
- Mittelmeerraum
- Botanisch
- Salvia rosmarinus
- Familie
- Lippenblütler (Lamiaceae)
Inhalt10 Abschnitte
Rosmarin ist eine der langlebigsten Küchenpflanzen: Einmal gut etabliert, versorgt er den Garten über 10 Jahre und mehr mit aromatischen Zweigen. Das Entscheidende ist der richtige Standort – vollsonnig, trocken, durchlässig – und das Wissen, dass er Staunässe und Schnitte ins alte Holz nicht überlebt.
Standort und Pflege für Rosmarin
- Standort: vollsonnig, warm, windgeschützt – das ist die wichtigste Voraussetzung. Rosmarin verträgt trockene, karge Böden gut; humusreiche, nasse Böden sind sein größter Feind.
- Boden: sehr gut durchlässig, mager, sandig bis steinig; kalkhaltiger Boden ist kein Problem. Staunässe ist für Rosmarin tödlich – bei schwerem Lehmboden unbedingt mit Kies oder Sand verbessern.
- Gießen: sparsam; erst gießen wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Im Topf etwas häufiger als im Freiland; Kübelpflanzen nie in Wasser stehen lassen.
- Düngung: niedrig; etwas Kompost oder Hornspäne im Frühjahr reicht. Ab Mitte August nicht mehr düngen – sonst treibt die Pflanze zu spät aus und überwintert schlecht.
- Schneiden: nach der Blüte oder im zeitigen Frühjahr; maximal ein Drittel zurückschneiden; nie ins alte, verholzte Holz schneiden – es treibt nicht mehr aus.
Wichtige Punkte beim Anbau von Rosmarin
- Nie ins alte Holz schneiden – das ist der häufigste Fehler. Rosmarin treibt aus altem Holz nicht mehr aus; immer nur im frischen, grünen Bereich kürzen.
- Überwinterung im Topf: hell und kühl (0–10 °C) aufstellen; Wurzelballen nicht austrocknen lassen, aber auch nicht zu feucht halten.
- Überwinterung im Freiland: In rauen Lagen (unter −10 °C) mit Vlies oder Tannenreisig schützen; winterharte Sorten wie Arp oder Hill Hardy bevorzugen.
- Beste Ernte: morgens ernten, bevor die ätherischen Öle durch die Mittagssonne verfliegen; ganze Zweige schneiden, erst kurz vor dem Kochen zerkleinern.
- Rosmarin lockt Bienen und Nützlinge an; seine ätherischen Öle halten viele Schädlinge fern.
Rosmarin in der Mischkultur
- Gut: Salbei, Thymian, Lavendel und andere Mittelmeerkräuter mit demselben Wasserbedarf.
- Neutral zu den meisten Gemüsepflanzen; unterschiedliche Wasserbedürfnisse beachten und nicht neben Kulturen mit hohem Wasserbedarf setzen.
Passendes Werkzeug: Mischkultur-Planer
Rosmarin Sorten und Nutzung
- Aufrecht: Tuscan Blue, Corsican Blue – kräftiger Wuchs, gut für den Garten.
- Winterhart: Arp, Hill Hardy – die robustesten Sorten für kalte Lagen.
- Kriechend/hängend: Prostrata – für Mauern, Kübel und Hängeampeln.
- Küche: Lammfleisch, Geflügel, Kartoffeln, Grillgerichte, Focaccia, Marinaden, Rosmarin-Öl, Rosmarin-Salz. Frischen Rosmarin beim Kochen mitgaren – Aroma entwickelt sich durch Hitze; getrocknet ist intensiver als frisch.
- Ätherisches Öl: 1,8-Cineol, Campher, α-Pinen als Hauptkomponenten; kreislauffördernd, durchblutungsfördernd, antibakteriell, bei Muskelschmerzen äußerlich anwendbar.
Ernte und Lagerung von Rosmarin
Ganze Zweige ganzjährig schneiden; frisch am aromatischsten. Trocknen: kopfüber luftig aufhängen, bei maximal 35 °C; ganze Zweige erst kurz vor der Verwendung zerkleinern. Trocken gelagert hält Rosmarin in dunklen Gläsern bis zu einem Jahr.
Passendes Werkzeug: Lager-Finder
Ertrag von Rosmarin im Hausgarten
Für eine vierköpfige Familie reichen 2 Pflanzen vollkommen, die zusammen 0,2–0,6 kg aromatische Zweige pro Jahr liefern. Als immergrüner Strauch steht Rosmarin das ganze Jahr zur Verfügung – auch im Winter, wenn der Rest des Kräutergartens ruht.
Häufige Fehler beim Anbau von Rosmarin
- Zu feuchter, schwerer Boden – Staunässe ist der häufigste Grund für eingegangene Pflanzen
- Ins alte Holz geschnitten – treibt nicht mehr aus; immer nur im grünen Bereich kürzen
- Im Kübel zu nass gehalten – Topfpflanzen nur gießen wenn die Erde trocken ist
- Falscher Winterschutz – Topfpflanzen müssen hell überwintern, nicht dunkel im Keller
Infografik
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- Pflanzen Übersicht – Gemüse, Kräuter & Beeren anbauen.