Tomaten im Juli – pflegen und gesund halten
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Im Juli wachsen viele Tomaten kräftig, während bei frühen Sorten die ersten Früchte reifen. Gleichmäßige Wasserversorgung, passende Führung und erhaltenes gesundes Laub helfen bei der Pflege. Erntebeginn und Krankheitsdruck unterscheiden sich nach Sorte, Standort und Wetter.
Wasser gleichmäßig geben
Prüfe die Bodenfeuchte auch unter der Oberfläche und gieße wurzelnah. Starke Wechsel zwischen Trockenheit und Nässe können Früchte platzen lassen und die Nährstoffversorgung stören. Staunässe vermeiden. Kübel bei Hitze häufiger kontrollieren; ein fester Gießrhythmus passt nicht zu jedem Wetter und jeder Gefäßgröße.
Mulch kann Verdunstung und Spritzwasser verringern. Blätter möglichst trocken halten und Gewächshaus oder Regendach gut belüften. Ein Dach senkt die Belastung durch Regen, verhindert Blattnässe durch Tau oder Kondenswasser und Krankheiten aber nicht sicher.
Stabtomaten und Buschtomaten unterschiedlich führen
Bei eintriebig geführten Stabtomaten junge Geiztriebe in den Blattachseln regelmäßig entfernen. Bei mehrtriebiger Führung die gewünschten Triebe erhalten. Buschtomaten üblicherweise nicht ausgeizen, denn ihre Seitentriebe tragen Früchte.
Binde Triebe bei Bedarf locker an und prüfe, ob Bindungen einschneiden. Auch Buschtomaten können unter schwerem Fruchtbehang eine Stütze brauchen. Details stehen unter Tomaten ausgeizen und anbinden.
Gesundes Laub erhalten
Entferne untere, bodenberührende oder erkrankte Blätter gezielt. Gesundes Laub oberhalb der Fruchtstände bleibt erhalten. Es versorgt die Pflanze und beschattet Früchte. Ein pauschaler Rückschnitt für mehr Licht ist im Hochsommer ungeeignet; stark freigestellte Früchte können Sonnenbrand bekommen.
Arbeite vorsichtig und entferne nicht auf einmal große Teile des gesunden Bestandes. Ziel sind weniger Bodenkontakt und gute Belüftung, ohne die Pflanze unnötig zu entlauben.
Braunfäule und andere Schäden unterscheiden
Kraut- und Braunfäule durch Phytophthora infestans kann braune Blattflecken, dunkle Stängelbereiche und feste bräunliche Fruchtflecken verursachen. Braune Flecken allein sind keine sichere Diagnose. Auch andere Krankheiten, Sonnenbrand oder Versorgungsprobleme kommen infrage. Prüfe Verlauf und mehrere Pflanzenteile; Hilfe bietet der Pflanzen-Doktor.
Anhaltende Blattnässe möglichst verringern, für Luft sorgen und die unmittelbare Nähe zu Kartoffeln vermeiden, die ebenfalls befallen sein können. Bei bestätigtem Befall kranke Pflanzenteile entfernen und stark befallene Pflanzen gegebenenfalls räumen. Das Entfernen einzelner Blätter heilt eine befallene Pflanze nicht. Eine Fruchtfolge allein verhindert eine Einschleppung über die Luft nicht.
Blütenendfäule zeigt sich häufig als trockene dunkle Stelle am Blütenende einer Frucht. Sie ist keine Braunfäule, sondern hängt mit einer gestörten Calciumversorgung der Frucht zusammen, etwa bei ungleichmäßiger Wasserversorgung. Nicht vorsorglich kalken: zuerst Gießen, Wurzelbedingungen und Versorgung prüfen.
Nährstoffe nach Bedarf ergänzen
Berücksichtige Boden oder Substrat, bisherige Düngung und den Fruchtbehang. Ein ausreichend versorgtes Beet braucht nicht automatisch alle paar Tage neuen Dünger. Kübelkulturen können eine andere Versorgung benötigen. Bei Bedarf nach Produktangabe dosieren; keine festen Düngeintervalle und keine pauschalen zusätzlichen Kompost- oder Jauchegaben ansetzen.
Reife Früchte ernten und regelmäßig kontrollieren
Prüfe Farbe und Festigkeit nach Sorte; auch grünreifende Sorten gibt es. Reife Früchte rechtzeitig abnehmen, bevor sie überreif werden. Das Pflücken garantiert keine zusätzlichen Blüten oder Früchte.
Bei Pflegegängen Bodenfeuchte, Blattunterseiten, Bindungen und Früchte kontrollieren; in Hitzephasen Kübel möglichst täglich prüfen. Mehr Grundlagen findest du unter Tomaten anbauen.
Einordnung
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