Was im April gepflanzt werden kann
Im April beginnen die ersten echten Pflanzungen. Das Prinzip ist einfach: Kältetolerante Kulturen können jetzt ins Freiland, wärmeliebende Gemüse warten bis nach den Eisheiligen. Wer das beachtet, spart Arbeit – und verliert keine Jungpflanzen durch einen späten Frosttag.
Kartoffeln und Tomaten haben eigene Anleitungen, die mehr Detail brauchen als hier passt: Kartoffeln im April pflanzen und Tomaten im April.
Überblick: Was wann im April gepflanzt wird
| Kultur | Ab wann | Hinweis |
|---|---|---|
| Kopfsalat, Pflücksalat | Anfang April | Frostharte Sorten vertragen −3 °C |
| Steckzwiebeln | Anfang April | Direkt in den Boden, 5–8 cm tief |
| Knoblauch | Anfang April | Nur wenn im Herbst nicht gesteckt |
| Schalotten | Anfang April | Wie Steckzwiebeln behandeln |
| Erdbeeren (Jungpflanzen) | Anfang–Mitte April | Vor Blüte etablieren lassen |
| Kohlrabi | Mitte April | Verträgt leichten Frost, Vlies bereithalten |
| Brokkoli, Blumenkohl | Mitte April | Bei Frostprognose abdecken |
| Weißkohl, Rotkohl | Mitte April | Aus der Voranzucht, robust |
| Porree / Lauch | Mitte–Ende April | Aus der Anzucht, bei guten Bedingungen |
| Kartoffeln | Ab April | → eigene Seite |
| Pak Choi | Ende April | Kurzlebig, schnell schossend bei Wärme |
Was noch bis Mai warten muss
Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis, Paprika und Auberginen sind frostempfindlich. Sie kommen erst nach den Eisheiligen (11.–15. Mai) sicher ins Freiland. Wer früher pflanzt riskiert Kälteschäden, die Wochen Rückstand bedeuten – selbst wenn die Pflanze überlebt.
→ Wärmeliebende Gemüse auspflanzen
So gelingt das Einpflanzen im April
Boden prüfen zuerst. Nasser, kalter Boden fördert Wurzelfäule. Der Boden sollte sich krümelig anfühlen, nicht klebrig – und mindestens 5–8 °C warm sein.
Abhärten, wenn aus dem Haus. Jungpflanzen von der Fensterbank oder aus dem Gewächshaus brauchen 5–7 Tage Übergang: tagsüber raus in den Halbschatten, abends rein. Sonst gibt es Blattverbrennungen und Wachstumsschocks.
Pflanztiefe beachten. Die meisten Gemüse kommen genauso tief ins Beet wie sie im Topf standen. Ausnahme: Tomaten können tiefer gesetzt werden (Seitenwurzeln bilden sich am Stängel).
Direkt nach dem Einpflanzen angießen. Auch bei feuchtem Wetter – der Guss schließt den Boden um die Wurzeln und verhindert Lufttaschen.
Vlies griffbereit halten. Solange Nachtfröste möglich sind, lohnt eine Abdeckung. Eine Schicht Vlies reicht für die meisten April-Kulturen aus.
Typische Fehler
Empfindliche Kulturen zu früh setzen – ein einziger Frosttag zerstört wochenlange Voranzucht. Lieber einmal Wettervorhersage prüfen.
Nicht abhärten – Jungpflanzen direkt von drinnen nach draußen versetzen führt fast immer zu sichtbaren Schäden.
Zu eng pflanzen – enge Abstände fördern Pilzkrankheiten und schwächen die Ernte. Abstände auf der Packung ernst nehmen.
Nach dem Pflanzen nicht kontrollieren – die ersten Tage sind kritisch. Täglich kurz nachschauen, ob sich die Pflanze aufrichtet oder hängt.