Geschwister-Garten-Challenge: 4 Stationen für Kinder
Inhalt19Abschnitte
- Was du brauchst
- Vorbereitung und Sicherheit
- Die Spielregeln
- Station 1: Gartentiere und Bestäuber beobachten
- Station 2: Boden und Bodenleben entdecken
- Station 3: Pflanzen und ihren Platz vergleichen
- Station 4: Erntereife einschätzen
- Auswertung und gemeinsamer Abschluss
- Saisonale Stations-Varianten
- Kooperative Variante: Gemeinsam den Garten entdecken
- Punktekarte zum Ausdrucken oder Kopieren
- Rotationsplan für mehrere Teams
- Zusätzliche Stationen für längere Aktionen
- Unterschiedliche Altersgruppen gemeinsam beteiligen
- Themenrunden als Alternative
- Gemeinsame Erinnerungen und Belohnungen
- Anpassungen nach Alter
- Häufige Fragen
- Passende nächste Seiten
Bei der Geschwister-Garten-Challenge entdecken Kinder den Gemüsegarten gemeinsam. Vier Stationen geben der Runde eine klare Struktur: Tiere beobachten, Boden untersuchen, Pflanzen vergleichen und Erntereife einschätzen. Jedes Kind kann zeigen, fragen und erklären; die Rollen wechseln. Eine erwachsene Person bereitet die Aufgaben vor und begleitet die Runde.
Die Challenge eignet sich ab etwa 4 Jahren, abhängig vom Entwicklungsstand und den gewählten Aufgaben. Punkte sind freiwillig und halten gemeinsame Entdeckungen fest. Es gibt keine Rangliste und keinen Preis für die größte Ernte oder die meisten gefangenen Tiere.
Was du brauchst

- 4 kleine Schilder oder Zettel mit Stationsnummern
- Stift und eine Punktekarte zum Ausdrucken pro Team
- kleine, kindgerechte Kelle oder einen stabilen Löffel für die Bodenstation
- helle Schale für eine kleine Bodenprobe und optional eine Lupe
- Korb für die von Erwachsenen freigegebene Ernte
- Wasser und Seife zum Händewaschen sowie Trinkwasser für die Pause
- vorbereitete Tierbilder, Pflanzenkarten oder Gemüse als Ersatzaufgaben
Teamgröße: 2–4 Kinder pro Team. Zwei Kinder können die gesamte Runde als ein Team spielen. Altersgemischte Teams sind möglich; ein älteres Kind ist keine Voraussetzung.
Zeitaufwand: etwa 45–60 Minuten einschließlich Einführung, Stationswechseln und Auswertung. Für 4–5-Jährige reichen oft 5 Minuten pro Station und insgesamt etwa 25–40 Minuten. Die Vorbereitung der Erwachsenen kommt hinzu.
Vorbereitung und Sicherheit
Gehe die Stationen vorab durch und wähle sichere, gut erreichbare Stellen. Markiere, wo die Kinder beobachten, eine Bodenprobe nehmen oder nach deiner Freigabe ernten dürfen. Entferne scharfe Gegenstände und halte die Runde von Gewässern, ungesicherten Wasserbehältern und anderen Gefahrenstellen fern.
- Aufsicht: Richte die Begleitung nach Alter, Entwicklungsstand, Gruppengröße und Aufgabe aus. Bei Werkzeuggebrauch und Ernte bleibt eine erwachsene Person unmittelbar dabei. Ältere Geschwister helfen, übernehmen aber nicht die Erwachsenenaufsicht. Können mehrere Stationen nicht gleichzeitig sicher begleitet werden, geht die ganze Gruppe gemeinsam von Station zu Station.
- Werkzeug und Boden: Nur an einer freigegebenen Stelle eine kleine Probe aus den obersten etwa 5 cm entnehmen, ohne Pflanzenwurzeln zu beschädigen. Die geringe Tiefe ersetzt keine Aufsicht. Anschließend Erde und darin befindliche Tiere behutsam an den Fundort zurückgeben.
- Tiere und Nisthilfen: Beobachten, nicht fangen oder in Gläser sperren. Tiere nicht drücken, Nester und verschlossene Niströhren nicht öffnen. Niemand muss Tiere oder Erde anfassen.
- Pflanzen und Pilze: Unbekannte Pflanzen, Beeren, Pilze und Saatgut nicht in den Mund nehmen. Für Riechaufgaben wählt eine erwachsene Person bekannte Küchenkräuter aus. Saatgut wird anhand von Bildern oder geschlossenen Packungen zugeordnet.
- Probieren: Nur eindeutig bestimmte, von Erwachsenen freigegebene und zum Rohverzehr geeignete Pflanzenteile anbieten. Gartenbohnen nicht roh essen; unreife Tomaten und unbekannte Früchte nicht für die Probier-Runde verwenden. Bitter schmeckende Zucchini oder Kürbisse nicht weiteressen und entsorgen. Kinder übernehmen keine Prüfung durch Probieren. Hände nach der Gartenarbeit und vor dem Essen waschen, Ernte gründlich reinigen; bekannte Allergien berücksichtigen. Probieren bleibt freiwillig.
- Wetter und Pausen: Bei Hitze Schatten, Trinkpausen und Sonnenschutz einplanen. Bei Gewitter, starkem Wind oder unsicheren Wegen ins Haus wechseln oder die Runde verschieben.
Die Spielregeln
- Bildet Teams und verteilt wechselnde Rollen: beobachten, zeigen, erklären und notieren. Jedes Kind darf mitmachen und Hilfe bekommen.
- Jedes Team besucht alle vier Stationen. Vereinbart die Reihenfolge vorher, damit sich Teams nicht gegenseitig behindern.
- Eine Station dauert höchstens 10 Minuten; für jüngere Kinder kürzt ihr sie. Es zählt aufmerksames Entdecken, nicht Schnelligkeit.
- Erwachsene begleiten die Aufgaben, helfen beim Bestimmen und bestätigen Ernteentscheidungen. Unbekanntes darf unbekannt bleiben.
- Zum Schluss erzählt jedes Team von einer Entdeckung. Ihr feiert die gemeinsame Runde unabhängig vom Punktestand.
Einheitliche Punkte-Regel für alle Stationen:
- 1 Punkt für jeden der drei beschriebenen Entdeckungsschritte, also höchstens 3 Aufgabenpunkte
- 1 Bonuspunkt für die jeweilige Zusatzfrage, also höchstens 4 Punkte pro Station
- Hilfe, gemeinsames Überlegen und vorbereitete Ersatzaufgaben zählen genauso
- insgesamt höchstens 16 Punkte pro Team; die Bonuspunkte sind bereits enthalten
Ihr könnt die Punkte auch weglassen und die erledigten Schritte einfach abhaken.
Station 1: Gartentiere und Bestäuber beobachten
Aufgabe: Beobachtet eine Blühpflanze oder einen Beetrand, ohne die Tiere zu stören.
Drei Entdeckungsschritte – jeweils 1 Punkt:
- Ein Tier zeigen oder auf einem vorbereiteten Bild wiederfinden.
- Ein sichtbares Merkmal beschreiben, zum Beispiel Flügel, Fühler oder Körperfarbe.
- Eine erkennbare Tiergruppe nennen oder mit einer Bildkarte vergleichen: etwa Hummel, Schwebfliege oder Käfer. Eine genaue Artbestimmung ist nicht nötig.
Bonus – 1 Punkt: Beschreibt, was das Tier gerade tut. „Es sitzt auf der Blüte“ ist eine Beobachtung; ob es dabei Nektar aufnimmt oder Pollen sammelt, lässt sich nicht immer erkennen.
Wenn keine Tiere sichtbar sind: Nutzt Tierbilder für alle drei Schritte und besprecht bei der Bonusfrage, wo das abgebildete Tier Nahrung oder Schutz finden könnte.
Erklärungshilfe: Hummeln und erwachsene Schwebfliegen besuchen Blüten und können zur Bestäubung beitragen. Wie stark eine Kultur davon abhängt, ist unterschiedlich: Tomaten können beispielsweise auch durch die Bewegung ihrer Blüten im Wind bestäubt werden. Hinweise zu Nahrung und Lebensräumen findest du unter Nützlinge fördern.
Station 2: Boden und Bodenleben entdecken
Aufgabe: Eine erwachsene Person begleitet die Entnahme einer kleinen Bodenprobe an der freigegebenen Stelle. Schaut sie in einer hellen Schale an.
Drei Entdeckungsschritte – jeweils 1 Punkt:
- Die Bodenfarbe beschreiben.
- Ein Merkmal zeigen: etwa Krümel, Pflanzenreste, Feuchtigkeit oder ein Bodentier.
- Zwei Bestandteile vergleichen, zum Beispiel einen Pflanzenrest und einen Erdkrümel. Falls ein Tier sichtbar ist, beobachtet es kurz, ohne es anzufassen.
Bonus – 1 Punkt: Nennt eine Aufgabe der Regenwürmer: Sie durchmischen Erde, arbeiten Pflanzenreste ein und schaffen Gänge, durch die Wasser und Luft gelangen können.
Wenn keine Tiere sichtbar sind: Das ist kein Misserfolg und beweist nicht, dass der Boden unbelebt ist. Nutzt für die Zusatzfrage ein Regenwurm-Bild oder den Steckbrief. Viele Bodenorganismen sind mit bloßem Auge nicht erkennbar.
Erklärungshilfe: Regenwürmer und andere Bodenorganismen unterstützen die Umsetzung von Pflanzenresten und den Nährstoffkreislauf. Sie ersetzen keine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Gebt die Probe nach der Beobachtung an den Fundort zurück.
Station 3: Pflanzen und ihren Platz vergleichen
Aufgabe: Schaut euch zwei Pflanzen in einem Beet an. Erwachsene helfen beim Benennen, etwa von Möhre, Zwiebel, Tomate oder Basilikum.
Drei Entdeckungsschritte – jeweils 1 Punkt:
- Eine Pflanze zeigen und mit einem Schild oder einer Bildkarte benennen.
- Eine zweite Pflanze zeigen und ebenfalls zuordnen.
- Einen sichtbaren Unterschied beschreiben: etwa Höhe, Blattform oder Platzbedarf.
Bonus – 1 Punkt: Überlegt, ob beide Pflanzen genügend Platz und Licht bekommen. Begründet eure Einschätzung mit einer Beobachtung, zum Beispiel: „Die große Pflanze beschattet die kleine.“
Wenn das Beet kaum bepflanzt ist: Vergleicht zwei Topfpflanzen oder vorbereitete Pflanzenbilder. Erwachsene erklären dazu, wie groß die Pflanzen später werden können.
Erklärungshilfe: Bei Mischkultur werden unter anderem Platzbedarf, Wachstum und Pflegeansprüche gemeinsam geplant. Ein gegenseitiger Schutz vor Schädlingen ist nicht für jedes Pflanzenpaar zuverlässig belegt. Möhre und Zwiebel sind deshalb kein automatisch richtiges Schutzpaar.
Station 4: Erntereife einschätzen
Aufgabe: Eine erwachsene Person wählt eine bekannte Gemüse- oder Obstpflanze aus. Die Kinder überlegen, ob jetzt geerntet werden kann. Geerntet wird erst nach Freigabe.
Drei Entdeckungsschritte – jeweils 1 Punkt:
- Die ausgewählte Pflanze oder Frucht benennen, bei Bedarf mit Bildkarte.
- Ein passendes Erntemerkmal beschreiben, etwa sortentypische Farbe, Größe oder Festigkeit.
- „Jetzt ernten“ oder „noch warten“ vorschlagen und mit der erwachsenen Person überprüfen.
Bonus – 1 Punkt: Nennt eine geeignete Verwendung: etwa gewaschene Radieschen zum Brot oder Gartenbohnen ausreichend gegart als Beilage. „Nur ansehen“ ist bei nicht essbaren Pflanzenteilen ebenfalls eine passende Antwort.
Wenn nichts erntereif ist: Nutzt vorbereitetes Gemüse oder Bilder verschiedener Entwicklungsstadien. Auch die begründete Entscheidung „noch warten“ erfüllt die Aufgabe.
Erklärungshilfe: Erntereife bedeutet nicht immer vollständige botanische Reife: Gurken und Zucchini werden meist jung geerntet. Bei Tomaten hängt die Farbe von der Sorte ab. Regelmäßige Ernte kann bei Kulturen wie Gurken weiteren Fruchtansatz fördern; daraus folgt kein allgemeiner Erntestopp bei allen Gemüsearten.
Auswertung und gemeinsamer Abschluss
Plant etwa 5–10 Minuten ein. Jedes Team erzählt von einer Beobachtung oder einer offenen Frage. Wenn ihr Punkte verwendet, addiert ihr sie auf der Karte, ohne Teams in eine Rangfolge zu bringen.
- Was hat euch überrascht?
- Wobei hat jemand aus eurem Team geholfen?
- Was möchtet ihr beim nächsten Mal wieder beobachten?
Eine kleine Probier-Runde ist möglich, wenn Erwachsene geeignete Ernte vorbereitet und die Sicherheitsregeln berücksichtigt haben. Alternativ zeichnet ihr eure Entdeckungen oder macht ein Foto am Fundort. Der gemeinsame Abschluss findet unabhängig von Punkten oder Fundzahlen statt.
Saisonale Stations-Varianten
Die Monate sind eine Orientierung für mitteleuropäische Gärten. Witterung, Region und vorhandene Pflanzen entscheiden, welche Aufgaben passen. Ersetzt die Schritte der jeweiligen Station durch drei einfache Beobachtungen und eine Zusatzfrage; es bleibt bei höchstens 4 Punkten pro Station.
Frühling (März–Mai): Blüten, Boden und Aussaat entdecken
- Station 1: Blütenfarben vergleichen und nach Blütenbesuchern schauen. Unbekannte Frühblüher nur ansehen.
- Station 2: Bodenkrümel und Pflanzenreste an einer freigegebenen Stelle betrachten, ohne eine ganze Fläche nach Regenwürmern umzugraben.
- Station 3: Gemeinsam überlegen, wo zwei ausgewählte Jungpflanzen genügend Platz hätten.
- Station 4: Saatgutbilder passenden Pflanzenbildern zuordnen. Geschlossene Saatgutpackungen dienen als Hilfe; keine Geruchs- oder Geschmacksprobe.
Sommer (Juni–August): Blütenbesucher und Wachstum beobachten
- Station 1: Ein Tier an einer Blüte beobachten und seine sichtbaren Merkmale beschreiben.
- Station 2: Feuchte Erde und trockene Erdkrümel vergleichen, ohne Tiere in der Sonne liegen zu lassen.
- Station 3: Zwei gut erreichbare Pflanzen messen und ihre Höhen vergleichen. Maßband und Notizen ergänzen die Materialliste.
- Station 4: Das Gewicht von fünf freigegebenen Tomaten gemeinsam schätzen und mit einer Küchenwaage überprüfen. Die Abweichung ist Gesprächsanlass, keine Rangliste.
Herbst (September–November): Laub, Rückzugsorte und Ernte entdecken
- Station 1: Mögliche Rückzugsorte für Gartentiere ansehen, ohne Laubhaufen oder Nester auseinanderzunehmen.
- Station 2: Unterschiedlich zersetzte Blätter vergleichen. Sichtbare Pilze nur betrachten und fotografieren, nicht sammeln oder probieren; eine Artbestimmung ist nicht erforderlich.
- Station 3: Beobachten, wo Mulch oder Pflanzen den Boden bedecken. Ein optisch aufgeräumtes Beet ist nicht automatisch besser für das Bodenleben.
- Station 4: Vorbereitete oder freigegebene Ernte nach Farben und Formen ordnen. Nur benötigte Mengen ernten.
Kooperative Variante: Gemeinsam den Garten entdecken
Die gesamte Gruppe kann eine Mission übernehmen. Vereinbart einen überschaubaren Beobachtungsauftrag statt einer Mindestzahl an Tieren oder Ernte.
| Mission | Aufgabe und Hinweise |
|---|---|
| Schnecken-Spurensuche | Fraßspuren und Schnecken beobachten. Nicht jede Schneckenart schädigt Pflanzen. Tiere am Fundort belassen und gemeinsam Schneckenschutz besprechen; keine gesammelten Tiere am Bach oder anderswo in der Natur aussetzen. |
| Wildkräuter-Karte | Auf einer kleinen Fläche verschiedene Blattformen zeichnen. Erwachsene bestimmen die Pflanzen; Unbekanntes bleibt stehen. |
| Nisthilfen-Beobachtung | Verschlossene Niströhren von außen zählen und gegebenenfalls Ein- und Ausflüge beobachten. Verschlüsse nicht öffnen; aus einer Momentaufnahme lässt sich der Zustand der Brut nicht sicher beurteilen. |
| Kompost-Beobachtung | Erwachsene geben eine kleine, geeignete Probe in eine Schale. Pflanzenreste und sichtbare Tiere betrachten, danach alles zurückgeben und Hände waschen. |
| Gartenmüll-Karte | Abfälle zeigen und Fundstellen markieren. Glasscherben, scharfe Teile und unbekannte Gegenstände entfernen ausschließlich Erwachsene. |
Alle erhalten denselben gemeinsamen Abschluss. Eine Belohnung hängt weder vom Erreichen einer Fundzahl noch vom Entfernen bestimmter Tiere ab.
Punktekarte zum Ausdrucken oder Kopieren

Die druckbare Punktekarte öffnet eine einfache Vorlage für ein Team. Über die Druckfunktion des Browsers kannst du sie auf A5 oder A4 ausgeben. Sie enthält pro Station drei Aufgabenfelder und ein Bonusfeld.
Für eine selbst geschriebene Karte reicht diese Tabelle:
| Team: ____________________ | Aufgabenpunkte | Bonuspunkt | Summe |
|---|---|---|---|
| Station 1: Gartentiere | ___ / 3 | ___ / 1 | ___ / 4 |
| Station 2: Boden | ___ / 3 | ___ / 1 | ___ / 4 |
| Station 3: Pflanzen | ___ / 3 | ___ / 1 | ___ / 4 |
| Station 4: Ernte | ___ / 3 | ___ / 1 | ___ / 4 |
| Gesamt | ___ / 12 | ___ / 4 | ___ / 16 |
Bonus nicht nochmals zur Gesamtsumme addieren. Für eine Runde ohne Punkte hakt ihr nur die Schritte ab und notiert eine gemeinsame Entdeckung.
Rotationsplan für mehrere Teams
Mit drei Teams können die Stationen versetzt durchlaufen werden, sofern die nötige Erwachsenenbegleitung gesichert ist. Der folgende Plan umfasst Einführung, vier Stationszeiten, drei Wechsel und den Abschluss in insgesamt 60 Minuten.
| Minute | Team A | Team B | Team C |
|---|---|---|---|
| 0–5 | Einführung | Einführung | Einführung |
| 5–15 | Station 1 | Station 2 | Station 3 |
| 15–17 | Wechsel | Wechsel | Wechsel |
| 17–27 | Station 2 | Station 3 | Station 4 |
| 27–29 | Wechsel | Wechsel | Wechsel |
| 29–39 | Station 3 | Station 4 | Station 1 |
| 39–41 | Wechsel | Wechsel | Wechsel |
| 41–51 | Station 4 | Station 1 | Station 2 |
| 51–60 | Gemeinsamer Abschluss | Gemeinsamer Abschluss | Gemeinsamer Abschluss |
Bei vier Teams startet jedes an einer anderen Station und wechselt in derselben Reihenfolge. Mehr als vier Teams brauchen zusätzliche Durchgänge oder doppelt vorbereitete Stationen. Für mehr als acht Kinder sind kleinere, nacheinander spielende Gruppen oft leichter zu begleiten; parallele Runden brauchen entsprechend zusätzliche Erwachsene. Ohne ausreichende Begleitung bleibt ihr als eine Gruppe zusammen.
Zusätzliche Stationen für längere Aktionen
Wählt für Geburtstage oder Ferienaktionen bei Bedarf einzelne Zusatzstationen. Mehr Aufgaben brauchen mehr Zeit und Pausen; für jüngere Kinder sind vier kurze Stationen häufig ausreichend.
| Station | Aufgabe und zusätzliches Material |
|---|---|
| Küchenkräuter riechen | Erwachsene wählen bekannte Kräuter aus. Im Sitzen oder Stehen daran riechen und mit Pflanzenkarten vergleichen; Augen schließen ist freiwillig, niemand läuft mit Augenbinde. |
| Pflanzenhöhen messen | Mit einem Maßband zwei erreichbare Pflanzen messen und vergleichen. Kein Klettern oder Ziehen an Pflanzen. |
| Wasser beobachten | Mit Fragekarten besprechen, warum Erde nach Regen feuchter ist und welche Pflanzen gegossen werden müssen. |
| Pflanzenschilder zuordnen | Drei bis fünf bekannte Pflanzenkarten den passenden Pflanzen zuordnen. |
Zusatzstationen werden separat abgehakt und gehören nicht zur 16-Punkte-Karte der vier Grundstationen.
Unterschiedliche Altersgruppen gemeinsam beteiligen
Die Aufgaben müssen nicht für alle gleich anspruchsvoll sein. Entscheidend ist, dass jedes Kind einen sinnvollen Anteil bekommt und Hilfe annehmen darf.
| Situation | Anpassung |
|---|---|
| Ein Kind übernimmt alles | Rollen nach jeder Station wechseln. Eine Person zeigt zuerst, eine andere beschreibt oder notiert. |
| Ein jüngeres Kind kommt kaum zu Wort | Eine konkrete Such- oder Zeigeaufgabe geben und genügend Zeit lassen. Hilfe kostet keine Punkte. |
| Ein älteres Kind möchte mehr wissen | Eine freiwillige Zusatzfrage stellen, etwa „Was könnte sich bis nächste Woche verändern?“ Dafür gibt es keine zusätzlichen Wettbewerbspunkte. |
| Geschwister streiten oder ein Kind ist überfordert | Pause machen, Aufgabe vereinfachen oder als eine gemeinsame Gruppe ohne Punkte weiterspielen. |
Niemand wird zur Konfliktlösung vom Mitspielen ausgeschlossen. Erwachsene unterstützen das Miteinander und achten darauf, dass Kinder sich nicht zum Anfassen oder Probieren gedrängt fühlen.
Themenrunden als Alternative
| Thema | Gemeinsame Aufgabe |
|---|---|
| Gartentiere beobachten | Eine Liste oder Zeichnung sichtbarer Tiergruppen anlegen; Tiere am Fundort lassen. |
| Pflanzen vergleichen | Zwei bis drei erreichbare Pflanzen messen oder Blattformen vergleichen. |
| Geschmack entdecken | Erwachsene bieten gewaschene, geeignete reife Früchte an. Wer möchte, beschreibt süß, säuerlich oder saftig; Vorlieben dürfen verschieden sein. |
| Bunte Ernte | Eine kleine freigegebene Ernte nach Farben ordnen oder vorhandene Farben im Beet fotografieren. |
| Möhren untersuchen | Nur ohnehin zur Ernte vorgesehene Möhren mit Erwachsenen ernten und Formen vergleichen. |
| Kürbis schätzen | Das Gewicht eines Kürbisses gemeinsam schätzen; Erwachsene übernehmen Heben und Wiegen schwerer Früchte. |
Gemeinsame Erinnerungen und Belohnungen
Eine Belohnung ist freiwillig. Wählt etwas für alle Kinder und macht es nicht von Punkten, Fundzahlen oder Probierbereitschaft abhängig.
| Idee | Aufwand und Kosten |
|---|---|
| Selbst gestaltete Urkunde | Papier und Stifte; mit vorhandenem Material ohne zusätzlichen Einkauf möglich |
| Saatgut für eine spätere Aussaat | Preis hängt von Art, Packungsgröße und Anbieter ab; Erwachsene bewahren das Saatgut sicher auf |
| Kleine Pflanze für zu Hause | Zum Beispiel eine gemeinsam gesäte Kresseschale; Kosten abhängig von Gefäß, Substrat und Saatgut |
| Gemeinsames Essen mit geeigneter Ernte | Zutaten und Zubereitung nach Bedarf, etwa ausreichend gegarte Bohnen oder ein Salat mit gewaschenen Radieschen |
| Zeichnung oder Foto-Erinnerung | Vorhandenes Material nutzen; Foto digital aufbewahren oder Druckkosten einplanen |
Anpassungen nach Alter
Die Altersangaben sind Orientierung, keine Voraussetzung für bestimmte Fähigkeiten.
| Altersgruppe | Anpassung |
|---|---|
| etwa 4–5 Jahre | Etwa 5 Minuten pro Station, einfache Zeigeaufgaben und engmaschige Erwachsenenbegleitung |
| etwa 6–8 Jahre | Beobachtungen vergleichen, gemeinsam benennen und kurze Erklärungen versuchen |
| ab etwa 9 Jahren | Freiwillig Notizen machen, Fragen vorbereiten oder anderen etwas erklären; weiterhin selbst mitspielen |
| gemischte Gruppe | Rollen wechseln, verschiedene Schwierigkeitsstufen anbieten und Hilfe ohne Punktabzug zulassen |
Häufige Fragen
Wie viele Kinder brauche ich für die Challenge? Schon zwei Kinder können als ein Team spielen. Mit drei bis sechs Kindern ist eine gemeinsame Runde oft gut überschaubar. Für größere Gruppen entscheidet die verfügbare Erwachsenenbegleitung darüber, ob mehrere Teams parallel spielen können. Im Zweifel kleinere Durchgänge organisieren.
Was, wenn das Wetter schlecht ist? Bei leichtem Regen und sicheren Wegen kann eine verkürzte Runde draußen stattfinden. Bei Gewitter, starkem Wind oder anderen unsicheren Bedingungen wechselt ihr ins Haus: Tierbilder für Station 1, eine vorbereitete Bodenprobe für Station 2, Pflanzenkarten für Station 3 und vorbereitetes Gemüse für Station 4. Bodenproben von Lebensmitteln getrennt halten und anschließend Hände waschen.
Muss ich als Erwachsener bei jeder Station dabei sein? Die nötige Aufsicht hängt von den Kindern und den Aufgaben ab. Bei Werkzeuggebrauch, Ernte und Probieren ist unmittelbare Begleitung nötig. Reicht die Erwachsenenbegleitung nicht für parallele Stationen, besucht ihr sie gemeinsam. Sicht- und Rufweite allein ist kein pauschal ausreichendes Aufsichtskonzept für jede Gruppe.
Was, wenn wir keine Tiere finden oder nichts ernten können? Nutzt die Ersatzaufgaben der Stationen. Eine Beobachtung ohne Fund ist ebenfalls ein Gesprächsanlass. Es gibt keinen Punktabzug für Wetter, Jahreszeit oder fehlende Ernte.
Kann die Challenge auch ohne Bewertung gespielt werden? Ja. Hakt die Schritte ab oder erzählt am Ende nur von euren Entdeckungen. Die vier Stationen geben der Runde auch ohne Punkte eine klare Struktur.