Sukzession: Wie sich Vegetation im Garten verändert

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Lass ein Stück Gartenboden eine Zeit lang sich selbst überlassen und beobachte, was wächst. Auf einer ehemaligen Gemüsefläche können Vogelmiere, Melde oder Franzosenkraut auflaufen. Mehrjährige Pflanzen können aus vorhandenen Wurzeln austreiben, und Samen aus einer nahen Hecke bringen vielleicht schon früh junge Gehölze auf die Fläche. Welche Pflanzen sich schließlich durchsetzen, hängt vom Standort und von ihrer Konkurrenz ab.

Diese Veränderung der Vegetation über die Zeit ist ein Beispiel für Sukzession. Auf vielen mitteleuropäischen Standorten kann eine länger ungenutzte Fläche allmählich zu Gebüsch und Wald werden. Eine feste Reihenfolge oder einen allgemein gültigen Zeitplan gibt es dafür jedoch nicht. Für deinen Garten hilft das Prinzip vor allem bei einer Frage: Welche Entwicklung möchtest du zulassen, und welche Pflege braucht dein gewünschter Bestand?

Was ist Sukzession?

Sukzession (von lateinisch succedere = „nachfolgen“) bezeichnet die zeitliche Veränderung der Artenzusammensetzung und Struktur einer Lebensgemeinschaft. Hier geht es vor allem um Pflanzen: Manche Arten besiedeln eine freie Fläche, andere nehmen später zu oder verschwinden. Dabei verändern sich auch die Lebensbedingungen für Tiere, Pilze und Mikroorganismen.

Drei Begriffe begegnen dir häufig:

Auch ältere Wälder verändern sich. Stürme, Verbiss, Trockenheit und das Absterben einzelner Bäume schaffen neue Bedingungen und Lücken. Sukzession kann unterschiedliche Wege nehmen und wird durch solche Ereignisse immer wieder beeinflusst. Das erläutert auch der US Forest Service zur Sukzession in städtischen Räumen.

Primäre und sekundäre Sukzession

Entscheidend ist, ob sich die Vegetation auf einem neu entstandenen Substrat ohne entwickelten Boden ansiedelt oder ob nach einer Störung bereits Boden vorhanden ist.

MerkmalPrimäre SukzessionSekundäre Sukzession
Ausgangslageneu verfügbares Substrat ohne entwickelten Boden und ohne vorherigen Pflanzenbestandzuvor bewachsene Fläche, auf der Boden nach einer Störung erhalten bleibt
Beispieleerkaltete Lava, freigelegtes Gletschervorland, neu entstandene Sandflächenbrachliegendes Beet, aufgegebener Acker, Brandfläche mit erhaltenem Boden
Besiedlungje nach Substrat durch Mikroorganismen, Flechten, Moose oder eingetragene Gefäßpflanzenaus Samenbank, Sameneintrag und gegebenenfalls überdauernden Pflanzenteilen
EntwicklungBodenbildung und Besiedlung können viel Zeit benötigenvorhandener Boden und Pflanzenreste können die Wiederbesiedlung erleichtern
Im Gartenmöglich auf neu geschaffenen Rohsubstratflächen; Kies allein entscheidet nicht über die Einordnungmeist der relevante Fall auf früher bewachsenen Beeten

„Ohne entwickelten Boden“ bedeutet nicht automatisch „leblos“. Ebenso muss ein vorhandener Gartenboden keine große Samenbank enthalten. Die Ausgangslage entscheidet mit, welche Arten wiederkommen und wie schnell sich ein Bestand bildet.

Woher kommen die Pflanzen?

Ein geräumtes Beet bietet neue Besiedlungsmöglichkeiten. Wird es gleich wieder bepflanzt, beeinflusst die Kulturführung die Entwicklung stark; nicht jedes Beet durchläuft danach eine eigenständige Folge bis zum Wald.

Wie Sukzession entsteht

Mehrere Prozesse wirken zusammen. Pflanzen können den Standort verändern und andere Arten fördern, aber auch ihre Ansiedlung behindern. Die klassischen Modelle unterscheiden Förderung, Toleranz und Hemmung; sie sind mögliche Erklärungen, keine drei zwingend aufeinanderfolgenden Phasen. Grundlage ist die Arbeit von Connell und Slatyer zu Sukzessionsmechanismen.

Standortveränderung und Förderung

Wurzeln, abgestorbene Pflanzenteile und Bodenorganismen können die Bodenentwicklung beeinflussen. Ein Pflanzenbestand kann die Oberfläche vor Schlagregen schützen oder ein für andere Arten günstigeres Mikroklima schaffen. Manche Pflanzen profitieren davon, andere brauchen weiterhin offene, lichte Stellen. Ein bereits nährstoffreiches Gartenbeet benötigt zudem keine vorherige Bodenverbesserung durch Pioniere, damit ein Gehölz wachsen kann.

Konkurrenz, Hemmung und Toleranz

Pflanzen konkurrieren um Licht, Wasser, Nährstoffe und Platz. Ein dichter Grasbestand kann beispielsweise Gehölzkeimlinge lange zurückhalten. Schattentolerante Jungpflanzen können sich dagegen unter einem bestehenden Bestand entwickeln. Frühe und spätere Arten können sich bereits gleichzeitig ansiedeln und erst später unterschiedlich stark hervortreten.

Eigenschaften und Ausbreitung

Schnelles Wachstum, Samenproduktion, Wiederaustrieb und Schattentoleranz beeinflussen die Entwicklung. Diese Eigenschaften lassen sich jedoch nicht in zwei feste Gruppen aus „kurzlebigen Pionieren“ und „langlebigen Schlussarten“ aufteilen: Eine Birke ist ein langlebiger Pionierbaum, eine Buche schattentolerant, eine Eiche vergleichsweise lichtbedürftig. Langlebigkeit bedeutet nicht automatisch Schattentoleranz. Die LWF erläutert den Lichtbedarf der Eiche und ihre Konkurrenz zur Buche.

Typische Stadien – kein fester Zeitplan

Für eine mitteleuropäische Gartenbrache lässt sich die mögliche Entwicklung mit einem offenen Ausgangszustand und fünf Vegetationsstadien veranschaulichen. Die Tabelle ist ein Modell, keine Prognose für dein Grundstück. Stadien können sich überlagern, übersprungen werden oder lange bestehen bleiben.

Zustand oder StadiumMöglicher PflanzenbestandBeispiele und Einordnung
Offener Ausgangszustandwenig oder keine oberirdische VegetationSamen und Wurzeln können trotzdem vorhanden sein
Krautige Pioniervegetationhäufig kurzlebige KräuterVogelmiere, Melde, Franzosenkraut; abhängig von Jahreszeit und Standort
Ausdauernder krautiger BestandStauden und GräserBrennnessel, Beifuß, verschiedene Gräser; kann lange dicht bleiben
Gebüschzunehmende StrauchdeckungBrombeere, Holunder oder Schlehe, sofern sie den Standort erreichen und dort wachsen können
VorwaldBestand mit lichtbedürftigen Pionierbäumenetwa Birke, Espe oder standortgeeignete Weiden; Keimlinge können schon früh auftreten
Spätere Waldvegetationlänger bestehender Baumbestand mit VerjüngungZusammensetzung abhängig von Standort, Samenangebot und Störungen; auf geeigneten Standorten etwa mit Buche oder Hainbuche

Ob Gehölze zunehmen, hängt auch von ihrem Samenangebot, vom Grasbewuchs und vom Verbiss ab. Eine Baumkeimung ist noch kein Wald. Eiche und Esche können in Wäldern vorkommen, sind aber keine pauschalen Beispiele für schattenfeste Schlussbäume. Die Esche verträgt als Jungpflanze vergleichsweise viel Schatten und benötigt später mehr Licht (LWF zur Esche).

Auch bei spontanen Stauden lohnt sich genaues Hinsehen: „Goldrute“ ist beispielsweise keine eindeutige Artangabe. Die Kanadische Goldrute wird vom BfN als invasive Art eingestuft; ihr Auftreten ist kein Grund, sie als gewünschte Zwischenvegetation zu pflanzen.

Was die Sukzession beeinflusst

FaktorMögliche WirkungWorauf es ankommt
Boden und Nährstoffebeeinflussen Wachstum und Konkurrenznährstoffreiche Standorte können auch dichte Gras- oder Staudenbestände fördern
Wasserermöglicht oder begrenzt Keimung und Wachstumsowohl Trockenheit als auch Staunässe begrenzen bestimmte Arten
Lichtbegünstigt je nach Art unterschiedliche PflanzenSchatten schließt manche Arten aus, während andere ihn vertragen
Mahd, Bodenbearbeitung und Trittentfernen Pflanzen, schaffen Lücken oder erhalten bestimmte BeständeIntensität, Häufigkeit, Zeitpunkt und betroffene Pflanzen
Verbiss und Beweidungkönnen Gehölzaufwuchs begrenzen und offene Bereiche erhaltenTierart, Besatz und erreichbare Pflanzenteile; keine sichere dauerhafte Wirkung
Samenangebotbestimmt mit, welche Arten überhaupt eintreffenUmgebung, Ausbreitungswege und Keimfähigkeit
Mikroklima und Expositionverändern Wärme, Verdunstung und Windbelastungein warmer Südhang kann Wachstum fördern, bei Wassermangel aber auch begrenzen

Für den Garten ist Pflege ein wichtiger Einfluss. Regelmäßige Mahd kann einen ausdauernden Wiesen- oder Rasenbestand erhalten und Gehölze zurückhalten. Hacken schafft andere Bedingungen als Mähen; das Pflücken von Früchten setzt einen Gehölzbestand nicht auf ein früheres Stadium zurück. Entscheidend ist, wie der Eingriff die vorhandenen Pflanzen und ihre Verjüngung beeinflusst.

Eine Hacke entfernt krautigen Bewuchs und schafft offene Stellen im Beet
Bodenbearbeitung verändert den Bewuchs und schafft neue Keimstellen; Mahd wirkt anders.

Sukzession bei der Gartenplanung berücksichtigen

In der Permakultur wird die Entwicklung von Pflanzenbeständen bei der Gestaltung mitgedacht. Auch eine gezielte Gartenpflanzung verändert sich mit der Zeit: Kronen werden größer, Lichtverhältnisse wechseln und Begleitpflanzen breiten sich aus. Daraus folgt aber kein garantierter Ertrag oder Pflegeabbau.

Illustration geplanter Gartenpflanzungen mit krautiger Begrünung, Begleitpflanzen und Obstgehölzen
Geplante Gartenpflanzungen: Begrünung und Begleitpflanzen können sich mit wachsenden Gehölzen verändern.

Gründüngung passend auswählen

Gründüngung kann freie Beetflächen bedecken, organisches Material liefern und vorhandene Nährstoffe im Pflanzenbestand halten. Phacelia, Senf und Buchweizen fixieren keinen Luftstickstoff. Leguminosen wie Klee können ihn mit geeigneten Knöllchenbakterien binden; wie viel der Folgekultur zugutekommt, hängt unter anderem von Wachstum und Umgang mit den Pflanzenresten ab. Mehr dazu unter Stickstofffixierung.

Wähle die Art nach Jahreszeit, verfügbarem Wasser, verbleibender Wachstumszeit und Fruchtfolge. Senf gehört zu den Kreuzblütlern und kann Kohlhernie fördern; auf Kohlbeeten ist er deshalb keine unbedenkliche Standardlösung. Für sehr kurze Lücken oder ungeeignete Aussaatbedingungen kann Mulch besser passen. Diese Unterschiede erläutert die RHS zur Gründüngung.

Ammenpflanzen: Schutz und Konkurrenz abwägen

Ammenpflanzen können empfindliche Jungpflanzen durch Beschattung oder Windschutz unterstützen. Gleichzeitig beanspruchen sie Wasser, Nährstoffe und Platz. Erlen oder Weiden sind Gehölze mit eigenen Standort- und Platzansprüchen; die üblichen Garten- und Gründüngungslupinen sind krautige Pflanzen und keine Pionierbäume.

Für eine kleine Obstpflanzung kann eine freie, gemulchte Baumscheibe sinnvoller sein als dichter Unterwuchs. Prüfe die Wirkung der Begleiter und schneide sie zurück oder entferne sie, wenn sie die Zielpflanze bedrängen. Die Anwachsphase einer Pflanzengilde beschreibt diese Pflege genauer.

Waldgarten: Licht und Entwicklung steuern

Ein Waldgarten verbindet Obstgehölze, Beerensträucher, Stauden und Bodendecker in einer gestalteten Pflanzung. Er kann sich an einem lichten Waldrand orientieren. Du musst dafür kein festes natürliches Sukzessionsstadium nachbilden oder die Gehölze erst nach mehreren Vorstufen pflanzen.

Plane Endgrößen, Wege und sonnige Bereiche. Mit zunehmender Kronengröße können Schnitt, Auslichten oder eine andere Unterpflanzung nötig werden. Ertrag und Lebensraumwert hängen von Standort, Arten, Sorten, Pflanzalter und Pflege ab. Ein bestimmtes Sukzessionsstadium garantiert weder den höchsten Ertrag noch die größte Artenvielfalt.

Konsequenzen fürs Beet – Schritt für Schritt

Für Nutzbeete ist eine passende Bodenbedeckung meist hilfreich: Sie kann die Oberfläche schützen, Verdunstung verringern und Beikräuter unterdrücken. Daraus wird aber keine Regel, nach der jede freie Bodenstelle sofort geschlossen werden muss.

Gemüse und Kräuter bedecken große Teile eines Beetes; zwischen den Pflanzen liegt Mulch
Im Nutzbeet können Pflanzen und Mulch den Boden schützen. Saatreihen und gezielte Nistflächen dürfen offen bleiben.
  1. Nach der Ernte planen. Passt eine Folgekultur, eine Gründüngung oder eine Mulchdecke zur Jahreszeit und zum nächsten Anbau? Nicht jede Lücke eignet sich für eine neue Aussaat.
  2. Beikräuter unterscheiden. Keimlinge lassen sich anders regulieren als Pflanzen mit überdauernden Wurzeln oder Rhizomen. Hinweise gibt die Seite Beikräuter vor der Samenreife regulieren.
  3. Mulch gezielt einsetzen. Mulchen kann den Auflauf vieler Samenunkräuter verringern, verhindert ihn aber nicht vollständig. Wurzelunkräuter können durchwachsen, und neue Samen können sich auf der Oberfläche ansiedeln. Saatreihen und Pflanzenbasen entsprechend freihalten; Mulch kann je nach Bedingungen auch Schnecken begünstigen.
  4. Begleitpflanzen beobachten. Bodendecker können Lücken schließen, sollten junge Gehölze oder Gemüse aber nicht stark bedrängen. Bei Konkurrenz kann eine gemulchte Fläche besser passen als lebender Unterwuchs.
  5. Eingriffe nach dem Ziel wählen. Im Gemüsebeet entfernst du störenden Aufwuchs gezielt; No-Dig zeigt eine Möglichkeit mit wenig Bodenbearbeitung. Eine Wiese braucht passende Mahd, eine Gehölzecke andere Pflege. Weniger Eingriffe bedeuten nicht automatisch mehr Vielfalt.

Die RHS zur Unkrautkontrolle ohne Herbizide unterscheidet ebenfalls zwischen Samen- und ausdauernden Unkräutern und beschreibt die Grenzen der Abdeckung.

Naturgarten: offene Lebensräume gezielt erhalten

Im Naturgarten können Blumenwiesen, Säume und offene Bodenstellen ebenso erwünscht sein wie Gehölze. Ob du Verbuschung zulässt oder begrenzt, richtet sich nach dem Lebensraum, den du erhalten möchtest. Mahd oder gezielte Gehölzentnahme können nötig sein, damit ein offener Bereich bestehen bleibt. Das BfN behandelt den Erhalt von Offenland neben der natürlichen Entwicklung.

Gezielt angelegte offene Bodenstellen sind eine Ausnahme von der Bodenbedeckung im Nutzbeet. Sonnige, geeignete Bodenflächen können bodennistenden Wildbienen dienen. Sie sollten nicht einfach mit Mulch bedeckt oder während der Nutzung umgegraben werden. Der NaturGarten e. V. erläutert ihren Wert als Lebensraum.

Häufige Irrtümer

„Beikräuter zeigen, dass mein Boden schlecht ist.“ Ihr Auftreten allein ist kein Qualitätsurteil. Auch auf gutem Gartenboden können Samen keimen oder Wurzeln austreiben. Einzelne Arten geben Hinweise auf den Standort; eine sichere Bodendiagnose ergibt sich daraus nicht.

„Eine Gartenbrache wird nach einem festen Zeitplan zum Wald.“ Auf vielen Standorten können Gehölze zunehmen. Dichte Grasbestände, fehlende Samen, Trockenheit, Verbiss oder wiederkehrende Eingriffe können diese Entwicklung jedoch lange begrenzen. Die Artenfolge ist nicht festgelegt.

„Die mittleren Stadien sind immer am artenreichsten und ertragreichsten.“ Das lässt sich nicht allgemein sagen. Gemüseertrag, Holzproduktion und Lebensraumwert sind unterschiedliche Größen. Offene Flächen, Gebüsch und alte Wälder bieten jeweils anderen Arten Lebensraum.

„Gründüngung und Mulch lösen jedes Beikrautproblem.“ Beide können helfen. Eine Gründüngung muss erst einen Bestand bilden, und Mulch unterdrückt nicht jeden Wiederaustrieb. Kontrolliere die Fläche weiter und passe die Pflege an.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

BegriffWorum es gehtVerhältnis zur Sukzession
Fruchtfolge / Fruchtwechselgeplanter zeitlicher Wechsel angebauter Kultureneine Anbauentscheidung; keine ökologische Sukzession im engeren Sinn
Gründüngunggezielte Begrünung zur Bodenpflegebeeinflusst die Besiedlung einer Fläche, ist aber kein natürliches Stadium auf Bestellung
Mischkulturgleichzeitiger Anbau mehrerer Kulturengestaltet einen Pflanzenbestand und seine Konkurrenz
Klimaxrelativ beständiger später Zustand im klassischen Modellein vereinfachter Begriff, kein sicheres Endziel jeder Entwicklung
Verbuschungzunehmende Deckung durch Sträuchereine mögliche Entwicklung auf zuvor offenen Flächen

Fruchtfolge und Sukzession betrachten beide Veränderungen über die Zeit. Bei der Fruchtfolge bestimmst du jedoch die angebauten Kulturen; bei Sukzession geht es um die Entwicklung einer Lebensgemeinschaft durch Besiedlung, Wechselwirkungen und Umweltbedingungen. Beides lässt sich bei der Gartenplanung berücksichtigen, ohne es gleichzusetzen.

Mitnehmen

  1. Sukzession beschreibt Veränderungen einer Lebensgemeinschaft. Die mögliche Entwicklung von einer Gartenbrache zu Gehölzen ist ein Beispiel, kein allgemeiner Fahrplan.
  2. Im Garten ist meist schon Boden vorhanden. Samenbank, Sameneintrag und Wiederaustrieb beeinflussen, welche Pflanzen erscheinen.
  3. Förderung und Konkurrenz wirken zusammen. Frühe Pflanzen können spätere Arten unterstützen oder deren Ansiedlung behindern.
  4. Pflege richtet sich nach dem gewünschten Bestand. Nutzbeet, Blumenwiese, Gehölzecke und Waldgarten brauchen unterschiedliche Eingriffe.
  5. Bodenbedeckung hilft mit Grenzen. Mulch und Gründüngung können Beikräuter unterdrücken; Saatflächen und gezielte Nistplätze bleiben gegebenenfalls offen.
  6. Ertrag und Artenvielfalt sind standortabhängig. Ein mittleres Stadium oder ein Waldgarten garantiert kein allgemeines Optimum.

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