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Radieschen anbauen – Staffelaussaat, Erntefenster und Vorkultur-Nutzen

Radieschen anbauen von März bis September – mit Staffelaussaat alle 2 Wochen, dem engen Erntefenster und der Rolle als Vorkultur für Tomaten und Kartoffeln.

Radieschen sind das schnellste Gemüse im Garten: 25–35 Tage vom Samen zur Ernte. Was sie knifflig macht, ist nicht die Anzucht, sondern das enge Erntefenster – im Sommer nur 4 Tage. Wer nicht täglich kontrolliert, findet statt knackiger Knollen holzige, aufgeplatzte Radieschen. Die Lösung ist Staffelaussaat: alle 14 Tage eine kleine Fläche neu säen, dann läuft die Ernte kontinuierlich durch die gesamte Saison.

Radieschen auf einen Blick

MerkmalWert
PflanzeRadieschen (Raphanus sativus var. sativus)
NutzungsgruppeWurzel- und Knollengemüse
Lebensformeinjährig
AussaatMärz–September (Direktsaat)
Saattiefe1–1,5 cm
Pflanzabstand3–4 cm (vereinzeln auf 3 cm)
Reihenabstand7–10 cm (Freiland)
Standortlocker, sonnig bis halbschattig
Boden-pH6,0–7,0
Temperatur Keimung6–15 °C
Temperatur Wachstum15–20 °C (Tag), 8–12 °C (Nacht)
Wachstumsdauer25–35 Tage (Sommer) / 50–70 Tage (Herbst)
Erntefenster4 Tage (Sommer) / 10 Tage (Frühjahr/Herbst)
Ertrag pro m²1,5–3 kg
Ertrag pro Pflanze10–20 g
Familienbedarf (4 Pers.)2 m² mit Staffelaussaat (3–6 kg Saison)
HerkunftSüdostasien / östliches Mittelmeergebiet
BotanischRaphanus sativus var. sativus
FamilieKreuzblütler (Brassicaceae)
Fruchtfolge4 Jahre (alle Kreuzblütler)

Aussaat und Standort

Direktsaat ab März, sobald der Boden bearbeitbar ist. Saattiefe 1–1,5 cm, Abstand 3–4 cm – wer enger sät, vereinzelt nach dem ersten Blattpaar auf 3 cm. Radieschen sind ausgesprochene Schwachzehrer: kein frischer Kompost, keine Stickstoffdüngung – das macht die Knollen weich und fördert Blatt statt Knolle. Regelmäßig und gleichmäßig gießen; Trockenheit führt zu holzigen, pelzigen Knollen.

Radieschen vertragen leichten Frost und lassen sich bis September aussäen. Ab Oktober werden die Wachstumszeiten lang und unzuverlässig. Über 25 °C schossen Pflanzen rasch.

Das Erntefenster

Im Sommer sind reife Radieschen nach 4 Tagen überständig: Die Knolle platzt auf, wird schwammig oder holzig. Im Frühjahr und Herbst ist das Fenster mit 10 Tagen deutlich komfortabler. Im Sommer täglich kontrollieren, sobald die Knollen 2–3 cm Durchmesser erreichen.

Mischkultur und Vorkultur

Gut: Salat und Spinat als Reihenpartner; Radieschen als Markiersaat für langsam keimende Kulturen (Karotten, Pastinaken – Radieschen markiert die Reihe und lockert den Boden bis die Langsamkeimer auflaufen). Gemeinsame Aussaat mit Gartenkresse: Erdflöhe befallen bevorzugt die Kresse und schonen so die Radieschen.

Besondere Rolle: Radieschen als Vorkultur für Tomaten und Kartoffeln. Sie lockern den Boden und hinterlassen ihn in gutem Zustand für die Folgekultur.

Schlechte Nachbarn: Gurke und Wassermelone; alle anderen Kreuzblütler teilen denselben Schädlingsdruck.

Radieschen Sorten und Nutzung

Nährwerte (pro 100 g rohe Radieschen)

Ertrag von Radieschen im Hausgarten

Für vier Personen reichen 2 m² mit Staffelaussaat, was über die Saison 3–6 kg ergibt. Wer alle 14 Tage eine kleine Fläche neu sät, hat von Mai bis Oktober kontinuierlich frische Radieschen.

Krankheiten und Schädlinge bei Radieschen

Krankheiten:

Schädlinge:

Häufige Fehler beim Anbau von Radieschen


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