Pflanzzeiten: Aussaat, Pflanzung und Ernte im Überblick

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Wann kommen Samen oder Jungpflanzen ins Beet, und wann ist mit einer ersten Ernte zu rechnen? Diese Übersicht vergleicht Zeitfenster häufig angebauter Gemüse, Kräuter, Obstpflanzen und Beetbegleiter. Die verlinkten Anbau-Steckbriefe ergänzen Pflanzabstand, Saattiefe, Standort, Sorten und Pflege.

Für die Suche nach Monat und Methode nutze den Saatkalender. Die hier genannten Saat- und Pflanzfenster sind für gemeinsam erfasste Kulturen mit dessen Datenstand vom 1. Oktober 2026 abgestimmt. Ergänzende Kulturen und Kulturformen sind jeweils erläutert; die Gründüngung folgt den Nutzungsformen im Gründüngungs-Finder.

So liest du die Pflanzzeiten

Gezeichnete Schautafel mit Samen, Keimlingen, Früchten und Garten-Notizbuch
Gezeichnete Schautafel mit Samen, Keimlingen, Früchten und Garten-Notizbuch

Standort und Wetter gehen vor Kalender: Die Angaben gelten als Orientierung für gemäßigte Lagen Deutschlands. Küstenlage, Höhenlage, Kaltluftsenken, Boden und Mikroklima lassen sich nicht durch einen festen Nord-Süd-Wochenaufschlag abbilden. In kühlen Lagen beginnt die Freilandsaison oft später, während Herbstkulturen eher früher gestartet werden müssen. Nicht alle Termine pauschal nach hinten verschieben.

Vor dem Auspflanzen: Boden muss bearbeitbar und ausreichend warm sein. Jungpflanzen schrittweise an Sonne, Wind und Außentemperaturen gewöhnen. Bei Tomate, Paprika, Chili, Aubergine, Gurke, Zucchini, Kürbis, Melone und Basilikum reicht „Mai“ als Entscheidung nicht aus: Frostgefahr, milde Nächte und örtliche Wettervorhersage prüfen. Die Hinweise zum Pflanzen nach den Eisheiligen und der Frostschutz im April helfen bei der Einordnung.

Herbst- und Winterernte: Bei frostempfindlichen Kulturen endet die Freilandernte mit den ersten schädigenden Frösten, auch wenn die Tabelle einen späteren Monat nennt. Winterernte setzt geeignete Sorten, ausreichend entwickelte Bestände und gegebenenfalls Schutz voraus. Gefrorene Blätter nicht beernten; Wurzelgemüse nur aus bearbeitbarem Boden holen.

Gemüse

Illustration von geschützter Anzucht, Aussaat, Umtopfen, Fruchtbildung und Gemüseernte
Illustration von geschützter Anzucht, Aussaat, Umtopfen, Fruchtbildung und Gemüseernte
PflanzeVorzuchtDirektsaatPflanzen / steckenErnteKulturzeit / erste NutzungHinweise
TomateMär–Apr–Mai–JunJul–Oktca. 60–120 Tage ab PflanzungMeist Mitte/Ende März säen; früher nur mit Zusatzlicht. Ab Mitte Mai bei milden Nächten pflanzen.
AubergineFeb–Mär–Mai–JunAug–Oktca. 70–90 Tage ab PflanzungSehr hell und warm vorziehen; nur bei anhaltender Wärme ins Freiland.
ChiliJan–Mär–Mai–JunAug–Oktca. 12–20 Wochen ab PflanzungJanuar-Anzucht meist mit Zusatzlicht; erst bei milden Nächten auspflanzen.
PaprikaFeb–Mär–Mai–JunAug–Oktca. 10–14 Wochen ab PflanzungWarm und hell vorziehen; ab Mitte Mai bei milden Nächten pflanzen.
GurkeApr–MaiMai–JunMai–JunJul–Oktca. 50–70 Tage ab AussaatNur kurz vorziehen; Freiland ab Mitte Mai bei warmem Boden. Gewächshauskultur hat eigene Termine.
ZucchiniApr–MaiMai–JunMai–JunJun–Oktca. 50–70 Tage ab AussaatEtwa vier Wochen vorziehen; säen und pflanzen erst nach Frostgefahr.
KürbisApr–MaiMai–JunMai–JunSep, Oktca. 80–120 Tage ab AussaatEtwa vier Wochen vorziehen; Juni nur mit ausreichend früher Sorte.
MelonenApr–Mai–JunAug–Sepca. 70–100 Tage ab PflanzungFreiland nur sehr warm und geschützt; frühe Sorten wählen.
ZuckermaisApr–MaiMai–JunMai–JunJul–Sepca. 70–100 Tage ab AussaatAb Mitte Mai in warmen Boden; frühe Sorten für späte Sätze.
Radieschen–Mär–Sep–Apr–Oktca. 25–60 Tage ab AussaatSommer- und Frühjahrssorten unterscheiden; Februar/Oktober nur unter Schutz.
Möhre (Karotte)–Mär–Jul–Mai–Novca. 70–140 Tage ab Aussaat, je nach SorteFrühe Sorten ca. 70–100, Lagersorten ca. 100–140 Tage; direkt am Standort säen.
Rettich–Mär–Aug–Mai–Oktca. 28–70 Tage ab AussaatFrüh-, Sommer- und Winterrettich haben eigene Saatfenster.
Rote Bete–Apr–Jul–Jun–Novca. 60–120 Tage ab AussaatAb April in erwärmten Boden; kalte Frühsaat kann Schossen fördern.
Pastinake–Mär–Jun–Sep–Märca. 6–8 Monate ab AussaatFrisches Saatgut; Junisätze werden oft kleiner. Winterernte bei frostfreiem Boden.
Schwarzwurzel–Mär–Apr–Sep–Märca. 6–8 Monate ab AussaatFrühjahrssaat für Herbst-/Winterernte; bei frostfreiem Boden ernten.
Mairüben–Mär–Mai, Aug–Mai, Jun, Sep, Oktca. 42–56 Tage ab AussaatFrühjahrs- und Herbstsatz; Hitze und Trockenheit mindern die Qualität.
Frühkartoffeln––Apr–MaiJun, Julca. 90–120 Tage ab PflanzungSaatkartoffeln legen; Vorkeimen ist keine Vorzucht aus Samen. Austrieb vor Frost schützen.
Lagerkartoffeln––Apr–MaiAug, Sepca. 140–160 Tage ab PflanzungSaatkartoffeln legen; Austrieb bei Spätfrost schützen. Erst ausgereift einlagern.
Spinat–Feb–Apr, Aug–Okt–Mär–Jun, Sep–Nov; überwintert Mär–Aprca. 30–50 Tage ab Aussaat bei WachstumFebruar/Oktober nur bei passender Witterung und Sorte; Herbstsaat teils erst im Folgefrühjahr ernten.
Mangold–Apr–Jul–Jun–Novca. 50–70 Tage ab AussaatAb Ende April; kalte Frühsaat kann Schossen fördern. Überwinterung sorten- und standortabhängig.
Rucola–Mär–Sep–Apr–Novca. 25–45 Tage ab AussaatKleine Sätze; Wilde Rauke und Salatrauke unterscheiden. Oktober unter Schutz.
Asiasalat–Mär–Mai, Aug–Sep–Apr–Novca. 25–40 Tage ab AussaatFrühjahr/Herbst bevorzugen; lange Tage und Hitze fördern Schossen. Oktober unter Schutz.
Feldsalat–Feb–Mär, Aug–Sep–Mär–Mai, Sep–Märca. 6–12 Wochen ab Aussaat; bei Überwinterung längerFrühjahrssaat für März–Mai; Herbstsaat für Herbst/Frühjahr. Oktober nur unter Schutz.
Kresse–Mär–Okt–Freiland Mär–Okt; drinnen ganzjährigca. 5–14 Tage ab Aussaat (Sprossen)Ganzjährig auf der Fensterbank; Freiland nur während der Gartensaison. Dauer für Sprossernte.
Sauerampfer–Mär–Mai–Apr–Augca. 30–60 Tage ab AussaatMehrjährige Pflanze; nach Aussaat erst kräftig werden lassen.
Neuseeländer SpinatMär–AprMai–JunMai–JunJul–Oktca. 60–90 Tage ab AussaatLangsame Keimung möglich; frostempfindlich, erst ab Mitte Mai ins Freiland.
KopfsalatFeb–AugMär–SepMär–SepMai–Novca. 50–70 Tage ab PflanzungFrüh-, Sommer- und Wintersorten unterscheiden; Märzpflanzung oft mit Schutz.
PflücksalatFeb–JulMär–AugMär–AugApr–Oktca. 4–6 Wochen ab Aussaat bis erste BlätterKleine Sätze; blattweise Ernte beginnt früher als die Ernte ganzer Pflanzen.
EichblattsalatFeb, MärMär–AugApr–AugMai–Oktca. 50–70 Tage ab Pflanzung bis ganze KöpfePassende Saison-Sorte; frühe Anzucht unter Schutz.
EissalatFeb–AprApr–JulApr–JulJun–Oktca. 60–80 Tage ab PflanzungSommer-Sorten wählen; bei Hitze kann die Keimung stocken.
LollosalatFeb, MärMär–AugApr–AugMai–Oktca. 50–70 Tage ab Pflanzung bis ganze KöpfeLollo-Formen gehören zu den Pflücksalaten; Saison-Sorte beachten.
RomanasalatFeb, MärMär–JulApr–AugMai–Oktca. 60–80 Tage ab PflanzungKleine Herzen sind früher reif als große Köpfe; Saison-Sorte beachten.
FriseesalatMai–JulJun–JulJun–AugAug–Novca. 6–8 Wochen ab PflanzungGekrauste Endivie; für Herbsternte vorziehen oder im Sommer säen.
RadicchioJun–JulJun–JulJul–AugSep–Novca. 8–12 Wochen ab PflanzungHauptfenster für Herbstköpfe; Frühjahr und späte Saat nur nach Sortenangabe.
EndivienMai–JulJun–JulJun–AugAug–Novca. 6–8 Wochen ab PflanzungSommer-/Herbstkultur; zu kühle frühe Anzucht kann Schossen fördern.
Pak ChoiJul–AugJul–SepAug–SepAug–Novca. 4–6 Wochen ab PflanzungSeptember nur passend zur Sorte und Restsaison; Frühjahrssätze unter Schutz gesondert planen.
ChinakohlJun–JulJulJul–AugSep–Novca. 6–10 Wochen ab PflanzungFür Herbstköpfe im Juli säen; spätere Sätze nur mit passenden Sorten und Bedingungen.
BlumenkohlFeb–JunApr–JunApr–JulJun–Oktca. 80–120 Tage ab PflanzungFrüh-, Sommer- und Herbstsorten haben unterschiedliche Kulturzeiten.
BrokkoliFeb–Apr, Jun–JulMai–JulApr–Mai, Jul–AugJun–Novca. 70–100 Tage ab PflanzungFrühjahrs- und Herbstsätze; überwinternder Brokkoli hat eigene Termine.
KohlrabiFeb–JunApr–JulMär–AugMai–Oktca. 6–12 Wochen ab Aussaat; Riesensorten längerFür übliche Sorten; Riesenkohlrabi braucht länger. Frühe Märzpflanzung oft mit Schutz.
WeißkohlFeb–Mai–Apr–JulJun–Novca. 90–150 Tage ab PflanzungFrüh- und Lagerkohl unterscheiden; späte Sorten rechtzeitig pflanzen.
RotkohlFeb–MaiApr–MaiApr–JunAug–Novca. 90–150 Tage ab PflanzungFrüh- und Lagersorten unterscheiden; frühe Pflanzungen bei Bedarf schützen.
WirsingFeb–Apr–Mai–JulSommer–Winter, je nach Sorteca. 80–120 Tage ab Pflanzung; Wintersorten längerFrüh-, Herbst- und Winterwirsing haben eigene Erntefenster; Winterernte nur geeignete Sorten.
RosenkohlMär–Apr–Mai–JunOkt–Febca. 120–180 Tage ab PflanzungLange Standzeit; Winterhärte und Erntetermin hängen von der Sorte ab.
GrünkohlMai–Jun–Jun–AugOkt–Febca. 3–5 Monate ab PflanzungAugust nur mit geeigneten Jungpflanzen und ausreichend Restsaison.
Lauch (Porree)Feb–MaiApr–MaiApr–JulJul–Mär, je nach Sorteca. 3–6 Monate ab PflanzungSommer-, Herbst- und Winterlauch unterscheiden; Direktsaat später erntebereit als Jungpflanzen.
Lauchzwiebel–Mär–Aug–Mai–Novca. 30–60 Tage ab AussaatFrühe/späte Aussaat unter Schutz; Überwinterung nur geeignete Sorten.
Knoblauch––Mär–Apr, Sep–OktJun–AugFrühjahr ca. 4–5, Herbst ca. 8–10 Monate ab SteckenZehen stecken: Frühjahrssorten im Frühjahr, Herbstsorten im Herbst.
SäzwiebelFeb–MärMär–AprApr–MaiJul–Augca. 5 Monate ab AussaatSaatzwiebeln und deren Jungpflanzen; Steckzwiebeln separat aufgeführt.
Steckzwiebeln––Mär–Apr, Sep–OktJun–Aug, je nach KulturformFrühjahr ca. 4, Herbst ca. 8–10 Monate ab SteckenHerbst ausschließlich Wintersteckzwiebeln; Frühjahrspflanzung meist später ernten.
Schalotten––Mär–AprJul–Augca. 4–5 Monate ab SteckenPflanzschalotten stecken; Saat-Schalotten haben eigene Termine.
Erbsen–Mär–Mai–Mai–Julca. 60–90 Tage ab AussaatSammelzeile: Erbsentyp und Sorte entscheiden; Details in den folgenden Zeilen.
Markerbsen–Mär–Mai–Jun–Augca. 70–85 Tage ab AussaatErwärmten Boden abwarten; letzte Saat nach Sortenangabe.
Zuckererbsen–Mär–Jun–Mai–Augca. 55–85 Tage ab AussaatJunisätze nur bei passender Sorte und ausreichender Wasserversorgung.
Schalerbsen–Feb–Apr–Mai–Julca. 70–100 Tage ab AussaatFebruar nur bei bearbeitbarem, nicht vernässtem Boden.
Dicke BohnenJan–FebFeb–AprFeb–MärMai–Julca. 80–100 Tage ab AussaatFrüh säen; optional vorziehen. Starke Fröste bei frühen Pflanzungen abfangen.
Bohnen–Mai–Jul–Jul–Sepca. 60–90 Tage ab AussaatGartenbohnen, keine Dicken Bohnen; ab Mitte Mai in warmen Boden.
BuschbohnenApr–MaiMai–JulMai–JunJul–Sepca. 55–70 Tage ab AussaatOptionale Vorkultur; Julisaat nur mit ausreichend früher Sorte.
StangenbohnenApr–MaiMai–JunMai–JunAug–Oktca. 70–84 Tage ab AussaatRankhilfe; Julisaat nur als Sonderfall mit früher Sorte und langer Restsaison.
KnollenfenchelApr–JunMai–JunMai–JulJul–Oktca. 12 Wochen ab Aussaat / 8 ab PflanzungVorzucht ab Mitte April, Direktsaat ab Mitte Mai; schossfeste Sorte wählen.
KnollensellerieFeb–Mär–Mai–JunSep–Novca. 20–30 Wochen ab PflanzungAb Mitte Mai; kalte Jugendphase erhöht das Schossrisiko.
StangensellerieFeb–Apr–Mai–JunAug–Oktca. 12–16 Wochen ab PflanzungWarm vorziehen; nach Abhärtung ab Mitte Mai pflanzen.

Kräuter

PflanzeVorzuchtDirektsaatPflanzen / steckenErnteKulturzeit / erste NutzungHinweise
BasilikumMär–MaiMai–JulMai–JunJun–Oktca. 30–60 Tage ab AussaatFrostempfindlich; erst bei warmem Boden und milden Nächten draußen kultivieren.
MajoranMär–AprMai–JunMai–JunJun–Sepca. 60–90 Tage ab AussaatFrostempfindlich; nach Frostgefahr säen oder pflanzen.
ZitronenmelisseMär–AprMai–JunMai–JunMai–Sep an etablierten Pflanzennach Einwurzeln; Aussaat braucht längerMehrjährig; im Pflanzjahr sparsam beernten.
Rosmarin––Apr–Mai, Sepsparsam ganzjährig, sofern frostfreinach EinwurzelnJungpflanzen setzen; Winterernte nur an gesunden Pflanzen, sparsam und frostfrei.
Salbei––Apr–Junsparsam ganzjährig, sofern frostfreinach EinwurzelnJungpflanzen setzen; Winterernte nur sparsam an gut eingewachsenen Pflanzen.
Ysop––Apr–JunJun–Sepnach EinwurzelnJungpflanzen setzen; frühe Pflanzung bei Frostgefahr schützen.
Bergbohnenkraut––Apr–JunJun–Sepnach EinwurzelnJungpflanzen oder geteilte Stauden setzen; im Pflanzjahr sparsam beernten.
Lorbeer––Mai–Junsparsam ganzjährigan etablierten KübelpflanzenPflanzen-Spalte bedeutet Kübel ins Freie stellen; hell und frostgeschützt überwintern.
Dill–Apr–Jul–Jun–Sepca. 40–60 Tage ab AussaatKleine Sätze direkt säen; Blatt- und Samenernte unterscheiden.
Kerbel–Mär–Mai, Aug–Sep–Apr–Jun, Sep–Nov; geschützt teils im Winterca. 5–8 Wochen ab AussaatHerbstsaat kann überwintern; Winterernte von Schutz und Witterung abhängig.
Borretsch–Apr–Jul–Jun–Sepca. 50–70 Tage ab AussaatFür Blatt-/Blütenernte; direkt am Standort säen.
Kümmel–Mär–Apr–Jul–Aug im zweiten JahrSamenernte meist im zweiten Jahr ab AussaatSamenernte im zweiten Jahr; Blätter können früher genutzt werden.
Löffelkraut–Mär–Apr, Aug–Sep–Blätter außerhalb von Blüte und Frostnach ausreichender BlattentwicklungBlätter außerhalb der Blüte; bei Frost Erntepause. Herbstsaat kann überwintern.
PetersilieFeb–MärApr–JulApr–JunMai–Novca. 60–90 Tage ab AussaatLangsame Keimung; zweijährig, im zweiten Jahr vor der Blüte nutzen.
Schnittlauch–Apr–JulMär–MaiMär–Okt an etablierten HorstenTeilung früher nutzbar als AussaatErntefenster für etablierte Horste; junge Aussaat erst kräftig werden lassen.
Winterheckenzwiebel–Mär–MaiMär–Apr, SepMär–Nov; bei mildem Wetter auch im Winternach Einwurzeln; Aussaat braucht längerMehrjährig; Teilung möglich. Winterernte nur bei verfügbarem, frostfreiem Grün.

Obst und mehrjähriges Gemüse

PflanzeVorzuchtDirektsaatPflanzen / steckenErnteKulturzeit / erste NutzungHinweise
Erdbeere––Aug–SepJun–Jul; remontierend bis Herbstbei Sommerpflanzung erste Haupt-Ernte im FolgejahrSommerpflanzung einmaltragender Sorten; erste Haupt-Ernte im Folgejahr. Remontierende Sorten länger.
Walderdbeere––Mär–Apr, Sep–OktJun–Oktabhängig von Pflanzware und EntwicklungTermine für Jungpflanzen; Aussaat gesondert planen. Erntebeginn nach Entwicklung der Pflanze.
Himbeere––Mär–Mai, Sep–OktJun–Okt, je nach TypSommerhimbeeren an vorjährigen, Herbsthimbeeren an diesjährigen RutenSommer- und Herbsthimbeeren unterscheiden; Pflanzware und Schnitt beeinflussen den Erntebeginn.
Brombeere––Mär–Mai, Sep–OktJul–Okt, je nach Sorteabhängig von Pflanzware und RutentypErntefenster sortenabhängig; erste Ernte von Alter und Entwicklung der Ruten abhängig.
Johannisbeere––Mär–Apr, Okt–NovJun–Augerste kleine Ernte je nach Pflanzware; voller Ertrag späterFrühe/späte Sorten; Pflanzfenster für übliche Frühjahr-/Herbstpflanzung.
Stachelbeere––Mär–Apr, Okt–NovJun–Augerste kleine Ernte je nach Pflanzware; voller Ertrag späterPflanzware und Entwicklungszustand entscheiden; Containerware hat ein weiteres Pflanzfenster.
Haselnuss––Jan–Mär, Nov–DezSep–Okthäufig nach mehreren Jahren; Pflanzware und Befruchtung entscheidenWinterpflanzung nur frostfrei; Alter der Pflanzware und Befruchtung beachten.
Weinrebe––Apr–MaiAug–Okt, je nach Sorteerste Trauben je nach Pflanzware und Erziehung nach mehreren JahrenJunge Triebe vor Spätfrost schützen; erste Trauben hängen von Pflanzware und Erziehung ab.
Rhabarber––Mär–Apr, Sep–OktApr–Jun, meist bis etwa 24. Junifrühestens im Folgejahr sparsam; schwache Pflanzen länger schonenIm Pflanzjahr schonen; schwache Bestände auch im Folgejahr. Meist bis etwa 24. Juni ernten.
Spargel (weiß)––Mär–MaiApr–Jun, meist bis etwa 24. Juniüblicherweise ab drittem Standjahr; zunächst kurz beerntenEinjährige Wurzelstöcke; im Pflanzjahr keine Ernte. Junge/schwache Bestände kürzer beernten.
Grüner Spargel––Mär–MaiApr–Jun, meist bis etwa 24. Juniüblicherweise ab drittem Standjahr; zunächst kurz beerntenEinjährige Wurzelstöcke; im Pflanzjahr keine Ernte. Junge/schwache Bestände kürzer beernten.
ArtischockeFeb–Mär–Apr–Maierstjährig Aug–Sep; überwintert Jun–Julbei früher Anzucht ca. 20 Wochen ab Aussaat möglichKräftige Jungpflanzen erst ab Mitte Mai; April für überwinterte Pflanzen. Winterhärte begrenzt.
Bärlauch––Sep–OktMär–MaiZwiebeln nach Etablierung sparsam; Aussaat braucht mehrere JahreZwiebeln pflanzen; nach Einwurzeln nur einzelne Blätter ernten. Aussaat dauert länger.

Blumen und Begleiter

PflanzeVorzuchtDirektsaatPflanzen / steckenErnte / NutzungKulturzeit / erste NutzungHinweise
KapuzinerkresseAprMai–JulMai–JunJun–Oktca. 40–60 Tage ab AussaatNach Frostgefahr; Julisaat führt zu späterer und kürzerer Blüte.
RingelblumeMär–AprMär–JunApr–MaiJun–Oktca. 56–70 Tage ab AussaatSpäte Sätze blühen später; vor Samenreife schneiden, wenn keine Selbstaussaat gewünscht ist.
Gewürz-TagetesMär–AprMai–JunMai–JunJul–Oktca. 60–90 Tage ab AussaatFrostempfindlich; Blüte und Gewürznutzung. Kein pauschaler Nematodenschutz.
LupineFeb–MärMai–JunJunBlüte meist Jun–Aug an etablierten PflanzenBlüte aus Aussaat meist ab zweitem JahrMehrjährige Gartenlupine; Gründüngungs-Lupinen sind andere Kulturformen. Keine Speiselupinen-Empfehlung.
Brennnessel––Mär–MaiMär–Jun, junge Triebenach EinwurzelnWurzelstücke oder geteilte Pflanzen setzen; Erntefenster für etablierte Bestände.

Gründüngung: Saat und Standzeit

Bei Gründüngung ist die Standzeit bis zum Beenden gemeint, nicht die Zeit bis zur Korn- oder Samenernte. Der passende Termin hängt von Saatzeit, Wachstum, gewünschter Blüte und der Folgekultur ab. Pflanzenreste können als Mulch bleiben oder flach eingearbeitet werden; Saattermine allein bestimmen keinen festen Einarbeitungsmonat.

PflanzeDirektsaat für diese NutzungsformStandzeitBeenden und Folgekultur
BuchweizenNach den letzten Frösten im Mai bis Mitte Augustmindestens etwa 8 Wochen bei wüchsigen BedingungenVor Samenreife beenden; für Blütenbesucher zunächst blühen lassen. Vor der Folgekultur Zeit für die Umsetzung der Pflanzenreste lassen.
InkarnatkleeMärz bis Anfang September; Winterbegrünung im August bis Anfang Septemberje nach Saattermin Sommer oder Folgefrühjahr; keine feste TageszahlFrühjahrssaat und überwinternde August-/frühe Septembersaat unterscheiden. Vor der Folgekultur beenden; Wiederaufwuchs prüfen.
SommerwickeMitte Mai bis Mitte August als Sommergründüngungmindestens etwa 6 Wochen bei wüchsigen BedingungenVor Samenreife beenden; für Blütenbesucher zunächst blühen lassen. Vor der Folgekultur Zeit für die Umsetzung der Pflanzenreste lassen.
WinterroggenEnde September bis Anfang/Mitte Oktober; Lage und Saatgut beachtenüber Winter bis zum geplanten Beenden im FrühjahrIm Frühjahr vor der Folgekultur beenden; frühes Mähen allein kann Wiederaustrieb erlauben. Vor Direktsaat etwa vier Wochen Abstand.

Die Angaben sind mit dem Gründüngungs-Finder abgestimmt. Sommerwicke wird dort als Sommergründüngung ab Mitte Mai geführt; frühere Saat für andere Nutzungsformen steht im Saatkalender. Weitere Hinweise zu Familien, Boden und Wiederaufwuchs findest du unter Gründüngung im Gemüsegarten.

Sorten und Kulturformen passend zur Saison wählen

Illustration von orangefarbenen Tomaten, Erdbeeren, Radieschen, Blattsalat und Himbeeren
Illustration von orangefarbenen Tomaten, Erdbeeren, Radieschen, Blattsalat und Himbeeren

Die gleiche Pflanzenart kann je nach Sorte andere Saat- und Erntefenster haben. Diese Beispiele helfen bei der Auswahl; die Saatgutpackung und der jeweilige Steckbrief geben die konkreten Termine vor.

KulturBeispiel und wichtige Einschränkung
Tomate’Sungold’ als Kirsch- und ‘Vilma’ als Buschtomate unterscheiden sich auch im Platzbedarf. Vorzucht statt gewöhnlicher Freiland-Direktsaat planen.
Zucchini’Black Forest’ wächst mit verlängertem Trieb und braucht eine Stütze; ‘Patio Star’ ist eine kompaktere Alternative.
Eichblattsalat’Smile’ ist grün. Für Frühjahrs- und Sommersätze jeweils passende Sorten wählen.
Feldsalat und RucolaFeldsalat ‘Vit’ und Salatrauke ‘Astro’ gehören zu unterschiedlichen Kulturen. Wilde Rauke ist wiederum eine andere Art als Salatrauke.
Knoblauch’Printanor’ ist ein Frühjahrstyp. Für Herbstpflanzung eine ausdrücklich geeignete Sorte wählen, etwa ‘Thermidrome’.
Erdbeere’Mara des Bois’ trägt wiederholt; ‘Mieze Schindler’ braucht eine gleichzeitig blühende Befruchtersorte und sollte nicht allein stehen.
Rosmarin’Arp’ gilt als vergleichsweise robust. Die Winterhärte ist keine Garantie: durchlässiger Boden, geschützter Standort und bei Kübelpflanzen Wurzelschutz bleiben wichtig.
Gewürz-TagetesAls Blüh- und Gewürzpflanze nutzen. Für gezielte Nematodenbekämpfung müssen Tagetes-Art, Zielnematode und Anbauverfahren passen.

Häufige Fragen

Muss ich Tomaten, Paprika und Chili selbst vorziehen?

Für die übliche Gartenkultur werden diese Pflanzen vorgezogen; du kannst auch fertige Jungpflanzen kaufen. Tomaten werden für eine Freilandpflanzung meist Mitte bis Ende März gesät. Paprika und Chili brauchen häufig mehr Vorlauf und bei sehr frühem Start Zusatzlicht. Eine Tomaten-Direktsaat ist kein allgemeiner Ersatz für die Vorzucht in dieser Übersicht.

Warum stehen bei Aussaat und Ernte mehrere Monate?

Die Monatsfenster fassen mehrere Sorten und Sätze zusammen. Sie sind nicht beliebig kombinierbar: Eine späte Saat braucht ausreichend Zeit zum Wachsen, und ein frühes Erntefenster kann sich auf einen früheren Satz beziehen. Mit Satzanbau und Staffelaussaat kannst du Erntemengen zeitlich verteilen.

Welche Kulturen eignen sich für die zweite Saison?

Je nach Sorte und Standort kommen etwa Feldsalat ab August, Spinat ab August, Radieschen bis September sowie Asiasalate und Pak Choi für Spätsommersätze infrage. Oktober-Aussaaten von Feldsalat, Rucola und Asiasalaten werden im Saatkalender unter Schutz geführt. Späte Saat kann erst im Folgefrühjahr erntereif werden. Im Herbst nur passende Knoblauchsorten und ausdrücklich geeignete Wintersteckzwiebeln stecken.

Warum brauchen manche Kulturen länger?

Pastinaken und Schwarzwurzeln brauchen viele Monate zur Wurzelbildung; Überwinterung im Beet kann anschließend das Erntefenster verlängern. Bei Spargel und anderen mehrjährigen Kulturen müssen sich Pflanzen erst etablieren. „Mehrjährig“ beschreibt die Lebensform und ist keine Kulturzeit bis zur Ernte.

Gelten die Erntefenster schon im Pflanzjahr?

Bei Obst, mehrjährigen Kräutern und Stauden beschreiben die Erntefenster überwiegend etablierte Pflanzen. Junge Bestände zunächst sparsam oder gar nicht beernten. Pflanzware, Sorte und Entwicklung entscheiden, wann die erste Ernte möglich ist. Bei im August/September gepflanzten einmaltragenden Erdbeeren liegt die erste Haupt-Ernte gewöhnlich im Folgejahr.

Braucht ein Schwachzehrer keinen Dünger?

Der tatsächliche Bedarf hängt von Bodenversorgung, Kultur und Nutzung ab. Eine Zehrerklasse ist keine pauschale Düngeanweisung. Für Fruchtfolge zählen zusätzlich Pflanzenfamilien, Anbaupausen und die tatsächliche Beetgeschichte.

Einordnung

Geprüft am 1. Oktober 2026. Die Saat- und Pflanzfenster gemeinsamer Kulturen wurden mit dem Saatkalender, die Gründüngungsformen mit dem Gründüngungs-Finder abgeglichen. Ergänzende Erntefenster und Kulturzeiten sind Orientierungswerte; für konkrete Sätze gelten die Hinweise zur Kultur und Sorte.

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