Pflanzzeiten: Aussaat, Pflanzung und Ernte im Überblick
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Wann kommen Samen oder Jungpflanzen ins Beet, und wann ist mit einer ersten Ernte zu rechnen? Diese Übersicht vergleicht Zeitfenster häufig angebauter Gemüse, Kräuter, Obstpflanzen und Beetbegleiter. Die verlinkten Anbau-Steckbriefe ergänzen Pflanzabstand, Saattiefe, Standort, Sorten und Pflege.
Für die Suche nach Monat und Methode nutze den Saatkalender. Die hier genannten Saat- und Pflanzfenster sind für gemeinsam erfasste Kulturen mit dessen Datenstand vom 1. Oktober 2026 abgestimmt. Ergänzende Kulturen und Kulturformen sind jeweils erläutert; die Gründüngung folgt den Nutzungsformen im Gründüngungs-Finder.
So liest du die Pflanzzeiten

- Vorzucht: Aussaat in Töpfen oder Schalen vor dem Auspflanzen. Wärme und Licht müssen zur Kultur passen; eine Fensterbank oder ein unbeheiztes Gewächshaus bietet nicht zu jeder Jahreszeit ausreichende Bedingungen.
- Direktsaat: Samen direkt ins Freilandbeet. Aussaat unter Vlies, im Frühbeet oder im Gewächshaus ist ein gesondertes Verfahren; zusätzliche geschützte Termine findest du im Saatkalender.
- Pflanzen / stecken: Jungpflanzen, Stauden oder Gehölze setzen; außerdem Kartoffelknollen legen, Knoblauchzehen und Steckzwiebeln stecken. Beim Lorbeer ist das Herausstellen des Kübels gemeint.
- Ernte: Mögliches Saisonfenster mehrerer Sätze oder Sorten. Eine einzelne Aussaat liefert nicht automatisch über den gesamten Zeitraum; Vorzucht, Direktsaat und Pflanzung sind keine Schritte, die jede Kultur nacheinander durchläuft.
- Zeit bis zur ersten Ernte / Nutzung: Ungefährer Wert ab dem genannten Startpunkt, meist Aussaat oder Pflanzung. Blatt-, Kopf-, Frucht- und Samenernte können unterschiedlich früh beginnen. Kühle Wintermonate verlängern die Standzeit.
- –: Für dieses Orientierungsfenster ist kein Termin hinterlegt. Das bedeutet nicht, dass die Methode grundsätzlich unmöglich ist; beispielsweise lassen sich manche Stauden auch aus Samen ziehen.
Standort und Wetter gehen vor Kalender: Die Angaben gelten als Orientierung für gemäßigte Lagen Deutschlands. Küstenlage, Höhenlage, Kaltluftsenken, Boden und Mikroklima lassen sich nicht durch einen festen Nord-Süd-Wochenaufschlag abbilden. In kühlen Lagen beginnt die Freilandsaison oft später, während Herbstkulturen eher früher gestartet werden müssen. Nicht alle Termine pauschal nach hinten verschieben.
Vor dem Auspflanzen: Boden muss bearbeitbar und ausreichend warm sein. Jungpflanzen schrittweise an Sonne, Wind und Außentemperaturen gewöhnen. Bei Tomate, Paprika, Chili, Aubergine, Gurke, Zucchini, Kürbis, Melone und Basilikum reicht „Mai“ als Entscheidung nicht aus: Frostgefahr, milde Nächte und örtliche Wettervorhersage prüfen. Die Hinweise zum Pflanzen nach den Eisheiligen und der Frostschutz im April helfen bei der Einordnung.
Herbst- und Winterernte: Bei frostempfindlichen Kulturen endet die Freilandernte mit den ersten schädigenden Frösten, auch wenn die Tabelle einen späteren Monat nennt. Winterernte setzt geeignete Sorten, ausreichend entwickelte Bestände und gegebenenfalls Schutz voraus. Gefrorene Blätter nicht beernten; Wurzelgemüse nur aus bearbeitbarem Boden holen.
Gemüse

| Pflanze | Vorzucht | Direktsaat | Pflanzen / stecken | Ernte | Kulturzeit / erste Nutzung | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tomate | Mär–Apr | – | Mai–Jun | Jul–Okt | ca. 60–120 Tage ab Pflanzung | Meist Mitte/Ende März säen; früher nur mit Zusatzlicht. Ab Mitte Mai bei milden Nächten pflanzen. |
| Aubergine | Feb–Mär | – | Mai–Jun | Aug–Okt | ca. 70–90 Tage ab Pflanzung | Sehr hell und warm vorziehen; nur bei anhaltender Wärme ins Freiland. |
| Chili | Jan–Mär | – | Mai–Jun | Aug–Okt | ca. 12–20 Wochen ab Pflanzung | Januar-Anzucht meist mit Zusatzlicht; erst bei milden Nächten auspflanzen. |
| Paprika | Feb–Mär | – | Mai–Jun | Aug–Okt | ca. 10–14 Wochen ab Pflanzung | Warm und hell vorziehen; ab Mitte Mai bei milden Nächten pflanzen. |
| Gurke | Apr–Mai | Mai–Jun | Mai–Jun | Jul–Okt | ca. 50–70 Tage ab Aussaat | Nur kurz vorziehen; Freiland ab Mitte Mai bei warmem Boden. Gewächshauskultur hat eigene Termine. |
| Zucchini | Apr–Mai | Mai–Jun | Mai–Jun | Jun–Okt | ca. 50–70 Tage ab Aussaat | Etwa vier Wochen vorziehen; säen und pflanzen erst nach Frostgefahr. |
| Kürbis | Apr–Mai | Mai–Jun | Mai–Jun | Sep, Okt | ca. 80–120 Tage ab Aussaat | Etwa vier Wochen vorziehen; Juni nur mit ausreichend früher Sorte. |
| Melonen | Apr | – | Mai–Jun | Aug–Sep | ca. 70–100 Tage ab Pflanzung | Freiland nur sehr warm und geschützt; frühe Sorten wählen. |
| Zuckermais | Apr–Mai | Mai–Jun | Mai–Jun | Jul–Sep | ca. 70–100 Tage ab Aussaat | Ab Mitte Mai in warmen Boden; frühe Sorten für späte Sätze. |
| Radieschen | – | Mär–Sep | – | Apr–Okt | ca. 25–60 Tage ab Aussaat | Sommer- und Frühjahrssorten unterscheiden; Februar/Oktober nur unter Schutz. |
| Möhre (Karotte) | – | Mär–Jul | – | Mai–Nov | ca. 70–140 Tage ab Aussaat, je nach Sorte | Frühe Sorten ca. 70–100, Lagersorten ca. 100–140 Tage; direkt am Standort säen. |
| Rettich | – | Mär–Aug | – | Mai–Okt | ca. 28–70 Tage ab Aussaat | Früh-, Sommer- und Winterrettich haben eigene Saatfenster. |
| Rote Bete | – | Apr–Jul | – | Jun–Nov | ca. 60–120 Tage ab Aussaat | Ab April in erwärmten Boden; kalte Frühsaat kann Schossen fördern. |
| Pastinake | – | Mär–Jun | – | Sep–Mär | ca. 6–8 Monate ab Aussaat | Frisches Saatgut; Junisätze werden oft kleiner. Winterernte bei frostfreiem Boden. |
| Schwarzwurzel | – | Mär–Apr | – | Sep–Mär | ca. 6–8 Monate ab Aussaat | Frühjahrssaat für Herbst-/Winterernte; bei frostfreiem Boden ernten. |
| Mairüben | – | Mär–Mai, Aug | – | Mai, Jun, Sep, Okt | ca. 42–56 Tage ab Aussaat | Frühjahrs- und Herbstsatz; Hitze und Trockenheit mindern die Qualität. |
| Frühkartoffeln | – | – | Apr–Mai | Jun, Jul | ca. 90–120 Tage ab Pflanzung | Saatkartoffeln legen; Vorkeimen ist keine Vorzucht aus Samen. Austrieb vor Frost schützen. |
| Lagerkartoffeln | – | – | Apr–Mai | Aug, Sep | ca. 140–160 Tage ab Pflanzung | Saatkartoffeln legen; Austrieb bei Spätfrost schützen. Erst ausgereift einlagern. |
| Spinat | – | Feb–Apr, Aug–Okt | – | Mär–Jun, Sep–Nov; überwintert Mär–Apr | ca. 30–50 Tage ab Aussaat bei Wachstum | Februar/Oktober nur bei passender Witterung und Sorte; Herbstsaat teils erst im Folgefrühjahr ernten. |
| Mangold | – | Apr–Jul | – | Jun–Nov | ca. 50–70 Tage ab Aussaat | Ab Ende April; kalte Frühsaat kann Schossen fördern. Überwinterung sorten- und standortabhängig. |
| Rucola | – | Mär–Sep | – | Apr–Nov | ca. 25–45 Tage ab Aussaat | Kleine Sätze; Wilde Rauke und Salatrauke unterscheiden. Oktober unter Schutz. |
| Asiasalat | – | Mär–Mai, Aug–Sep | – | Apr–Nov | ca. 25–40 Tage ab Aussaat | Frühjahr/Herbst bevorzugen; lange Tage und Hitze fördern Schossen. Oktober unter Schutz. |
| Feldsalat | – | Feb–Mär, Aug–Sep | – | Mär–Mai, Sep–Mär | ca. 6–12 Wochen ab Aussaat; bei Überwinterung länger | Frühjahrssaat für März–Mai; Herbstsaat für Herbst/Frühjahr. Oktober nur unter Schutz. |
| Kresse | – | Mär–Okt | – | Freiland Mär–Okt; drinnen ganzjährig | ca. 5–14 Tage ab Aussaat (Sprossen) | Ganzjährig auf der Fensterbank; Freiland nur während der Gartensaison. Dauer für Sprossernte. |
| Sauerampfer | – | Mär–Mai | – | Apr–Aug | ca. 30–60 Tage ab Aussaat | Mehrjährige Pflanze; nach Aussaat erst kräftig werden lassen. |
| Neuseeländer Spinat | Mär–Apr | Mai–Jun | Mai–Jun | Jul–Okt | ca. 60–90 Tage ab Aussaat | Langsame Keimung möglich; frostempfindlich, erst ab Mitte Mai ins Freiland. |
| Kopfsalat | Feb–Aug | Mär–Sep | Mär–Sep | Mai–Nov | ca. 50–70 Tage ab Pflanzung | Früh-, Sommer- und Wintersorten unterscheiden; Märzpflanzung oft mit Schutz. |
| Pflücksalat | Feb–Jul | Mär–Aug | Mär–Aug | Apr–Okt | ca. 4–6 Wochen ab Aussaat bis erste Blätter | Kleine Sätze; blattweise Ernte beginnt früher als die Ernte ganzer Pflanzen. |
| Eichblattsalat | Feb, Mär | Mär–Aug | Apr–Aug | Mai–Okt | ca. 50–70 Tage ab Pflanzung bis ganze Köpfe | Passende Saison-Sorte; frühe Anzucht unter Schutz. |
| Eissalat | Feb–Apr | Apr–Jul | Apr–Jul | Jun–Okt | ca. 60–80 Tage ab Pflanzung | Sommer-Sorten wählen; bei Hitze kann die Keimung stocken. |
| Lollosalat | Feb, Mär | Mär–Aug | Apr–Aug | Mai–Okt | ca. 50–70 Tage ab Pflanzung bis ganze Köpfe | Lollo-Formen gehören zu den Pflücksalaten; Saison-Sorte beachten. |
| Romanasalat | Feb, Mär | Mär–Jul | Apr–Aug | Mai–Okt | ca. 60–80 Tage ab Pflanzung | Kleine Herzen sind früher reif als große Köpfe; Saison-Sorte beachten. |
| Friseesalat | Mai–Jul | Jun–Jul | Jun–Aug | Aug–Nov | ca. 6–8 Wochen ab Pflanzung | Gekrauste Endivie; für Herbsternte vorziehen oder im Sommer säen. |
| Radicchio | Jun–Jul | Jun–Jul | Jul–Aug | Sep–Nov | ca. 8–12 Wochen ab Pflanzung | Hauptfenster für Herbstköpfe; Frühjahr und späte Saat nur nach Sortenangabe. |
| Endivien | Mai–Jul | Jun–Jul | Jun–Aug | Aug–Nov | ca. 6–8 Wochen ab Pflanzung | Sommer-/Herbstkultur; zu kühle frühe Anzucht kann Schossen fördern. |
| Pak Choi | Jul–Aug | Jul–Sep | Aug–Sep | Aug–Nov | ca. 4–6 Wochen ab Pflanzung | September nur passend zur Sorte und Restsaison; Frühjahrssätze unter Schutz gesondert planen. |
| Chinakohl | Jun–Jul | Jul | Jul–Aug | Sep–Nov | ca. 6–10 Wochen ab Pflanzung | Für Herbstköpfe im Juli säen; spätere Sätze nur mit passenden Sorten und Bedingungen. |
| Blumenkohl | Feb–Jun | Apr–Jun | Apr–Jul | Jun–Okt | ca. 80–120 Tage ab Pflanzung | Früh-, Sommer- und Herbstsorten haben unterschiedliche Kulturzeiten. |
| Brokkoli | Feb–Apr, Jun–Jul | Mai–Jul | Apr–Mai, Jul–Aug | Jun–Nov | ca. 70–100 Tage ab Pflanzung | Frühjahrs- und Herbstsätze; überwinternder Brokkoli hat eigene Termine. |
| Kohlrabi | Feb–Jun | Apr–Jul | Mär–Aug | Mai–Okt | ca. 6–12 Wochen ab Aussaat; Riesensorten länger | Für übliche Sorten; Riesenkohlrabi braucht länger. Frühe Märzpflanzung oft mit Schutz. |
| Weißkohl | Feb–Mai | – | Apr–Jul | Jun–Nov | ca. 90–150 Tage ab Pflanzung | Früh- und Lagerkohl unterscheiden; späte Sorten rechtzeitig pflanzen. |
| Rotkohl | Feb–Mai | Apr–Mai | Apr–Jun | Aug–Nov | ca. 90–150 Tage ab Pflanzung | Früh- und Lagersorten unterscheiden; frühe Pflanzungen bei Bedarf schützen. |
| Wirsing | Feb–Apr | – | Mai–Jul | Sommer–Winter, je nach Sorte | ca. 80–120 Tage ab Pflanzung; Wintersorten länger | Früh-, Herbst- und Winterwirsing haben eigene Erntefenster; Winterernte nur geeignete Sorten. |
| Rosenkohl | Mär–Apr | – | Mai–Jun | Okt–Feb | ca. 120–180 Tage ab Pflanzung | Lange Standzeit; Winterhärte und Erntetermin hängen von der Sorte ab. |
| Grünkohl | Mai–Jun | – | Jun–Aug | Okt–Feb | ca. 3–5 Monate ab Pflanzung | August nur mit geeigneten Jungpflanzen und ausreichend Restsaison. |
| Lauch (Porree) | Feb–Mai | Apr–Mai | Apr–Jul | Jul–Mär, je nach Sorte | ca. 3–6 Monate ab Pflanzung | Sommer-, Herbst- und Winterlauch unterscheiden; Direktsaat später erntebereit als Jungpflanzen. |
| Lauchzwiebel | – | Mär–Aug | – | Mai–Nov | ca. 30–60 Tage ab Aussaat | Frühe/späte Aussaat unter Schutz; Überwinterung nur geeignete Sorten. |
| Knoblauch | – | – | Mär–Apr, Sep–Okt | Jun–Aug | Frühjahr ca. 4–5, Herbst ca. 8–10 Monate ab Stecken | Zehen stecken: Frühjahrssorten im Frühjahr, Herbstsorten im Herbst. |
| Säzwiebel | Feb–Mär | Mär–Apr | Apr–Mai | Jul–Aug | ca. 5 Monate ab Aussaat | Saatzwiebeln und deren Jungpflanzen; Steckzwiebeln separat aufgeführt. |
| Steckzwiebeln | – | – | Mär–Apr, Sep–Okt | Jun–Aug, je nach Kulturform | Frühjahr ca. 4, Herbst ca. 8–10 Monate ab Stecken | Herbst ausschließlich Wintersteckzwiebeln; Frühjahrspflanzung meist später ernten. |
| Schalotten | – | – | Mär–Apr | Jul–Aug | ca. 4–5 Monate ab Stecken | Pflanzschalotten stecken; Saat-Schalotten haben eigene Termine. |
| Erbsen | – | Mär–Mai | – | Mai–Jul | ca. 60–90 Tage ab Aussaat | Sammelzeile: Erbsentyp und Sorte entscheiden; Details in den folgenden Zeilen. |
| Markerbsen | – | Mär–Mai | – | Jun–Aug | ca. 70–85 Tage ab Aussaat | Erwärmten Boden abwarten; letzte Saat nach Sortenangabe. |
| Zuckererbsen | – | Mär–Jun | – | Mai–Aug | ca. 55–85 Tage ab Aussaat | Junisätze nur bei passender Sorte und ausreichender Wasserversorgung. |
| Schalerbsen | – | Feb–Apr | – | Mai–Jul | ca. 70–100 Tage ab Aussaat | Februar nur bei bearbeitbarem, nicht vernässtem Boden. |
| Dicke Bohnen | Jan–Feb | Feb–Apr | Feb–Mär | Mai–Jul | ca. 80–100 Tage ab Aussaat | Früh säen; optional vorziehen. Starke Fröste bei frühen Pflanzungen abfangen. |
| Bohnen | – | Mai–Jul | – | Jul–Sep | ca. 60–90 Tage ab Aussaat | Gartenbohnen, keine Dicken Bohnen; ab Mitte Mai in warmen Boden. |
| Buschbohnen | Apr–Mai | Mai–Jul | Mai–Jun | Jul–Sep | ca. 55–70 Tage ab Aussaat | Optionale Vorkultur; Julisaat nur mit ausreichend früher Sorte. |
| Stangenbohnen | Apr–Mai | Mai–Jun | Mai–Jun | Aug–Okt | ca. 70–84 Tage ab Aussaat | Rankhilfe; Julisaat nur als Sonderfall mit früher Sorte und langer Restsaison. |
| Knollenfenchel | Apr–Jun | Mai–Jun | Mai–Jul | Jul–Okt | ca. 12 Wochen ab Aussaat / 8 ab Pflanzung | Vorzucht ab Mitte April, Direktsaat ab Mitte Mai; schossfeste Sorte wählen. |
| Knollensellerie | Feb–Mär | – | Mai–Jun | Sep–Nov | ca. 20–30 Wochen ab Pflanzung | Ab Mitte Mai; kalte Jugendphase erhöht das Schossrisiko. |
| Stangensellerie | Feb–Apr | – | Mai–Jun | Aug–Okt | ca. 12–16 Wochen ab Pflanzung | Warm vorziehen; nach Abhärtung ab Mitte Mai pflanzen. |
Kräuter
| Pflanze | Vorzucht | Direktsaat | Pflanzen / stecken | Ernte | Kulturzeit / erste Nutzung | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Basilikum | Mär–Mai | Mai–Jul | Mai–Jun | Jun–Okt | ca. 30–60 Tage ab Aussaat | Frostempfindlich; erst bei warmem Boden und milden Nächten draußen kultivieren. |
| Majoran | Mär–Apr | Mai–Jun | Mai–Jun | Jun–Sep | ca. 60–90 Tage ab Aussaat | Frostempfindlich; nach Frostgefahr säen oder pflanzen. |
| Zitronenmelisse | Mär–Apr | Mai–Jun | Mai–Jun | Mai–Sep an etablierten Pflanzen | nach Einwurzeln; Aussaat braucht länger | Mehrjährig; im Pflanzjahr sparsam beernten. |
| Rosmarin | – | – | Apr–Mai, Sep | sparsam ganzjährig, sofern frostfrei | nach Einwurzeln | Jungpflanzen setzen; Winterernte nur an gesunden Pflanzen, sparsam und frostfrei. |
| Salbei | – | – | Apr–Jun | sparsam ganzjährig, sofern frostfrei | nach Einwurzeln | Jungpflanzen setzen; Winterernte nur sparsam an gut eingewachsenen Pflanzen. |
| Ysop | – | – | Apr–Jun | Jun–Sep | nach Einwurzeln | Jungpflanzen setzen; frühe Pflanzung bei Frostgefahr schützen. |
| Bergbohnenkraut | – | – | Apr–Jun | Jun–Sep | nach Einwurzeln | Jungpflanzen oder geteilte Stauden setzen; im Pflanzjahr sparsam beernten. |
| Lorbeer | – | – | Mai–Jun | sparsam ganzjährig | an etablierten Kübelpflanzen | Pflanzen-Spalte bedeutet Kübel ins Freie stellen; hell und frostgeschützt überwintern. |
| Dill | – | Apr–Jul | – | Jun–Sep | ca. 40–60 Tage ab Aussaat | Kleine Sätze direkt säen; Blatt- und Samenernte unterscheiden. |
| Kerbel | – | Mär–Mai, Aug–Sep | – | Apr–Jun, Sep–Nov; geschützt teils im Winter | ca. 5–8 Wochen ab Aussaat | Herbstsaat kann überwintern; Winterernte von Schutz und Witterung abhängig. |
| Borretsch | – | Apr–Jul | – | Jun–Sep | ca. 50–70 Tage ab Aussaat | Für Blatt-/Blütenernte; direkt am Standort säen. |
| Kümmel | – | Mär–Apr | – | Jul–Aug im zweiten Jahr | Samenernte meist im zweiten Jahr ab Aussaat | Samenernte im zweiten Jahr; Blätter können früher genutzt werden. |
| Löffelkraut | – | Mär–Apr, Aug–Sep | – | Blätter außerhalb von Blüte und Frost | nach ausreichender Blattentwicklung | Blätter außerhalb der Blüte; bei Frost Erntepause. Herbstsaat kann überwintern. |
| Petersilie | Feb–Mär | Apr–Jul | Apr–Jun | Mai–Nov | ca. 60–90 Tage ab Aussaat | Langsame Keimung; zweijährig, im zweiten Jahr vor der Blüte nutzen. |
| Schnittlauch | – | Apr–Jul | Mär–Mai | Mär–Okt an etablierten Horsten | Teilung früher nutzbar als Aussaat | Erntefenster für etablierte Horste; junge Aussaat erst kräftig werden lassen. |
| Winterheckenzwiebel | – | Mär–Mai | Mär–Apr, Sep | Mär–Nov; bei mildem Wetter auch im Winter | nach Einwurzeln; Aussaat braucht länger | Mehrjährig; Teilung möglich. Winterernte nur bei verfügbarem, frostfreiem Grün. |
Obst und mehrjähriges Gemüse
| Pflanze | Vorzucht | Direktsaat | Pflanzen / stecken | Ernte | Kulturzeit / erste Nutzung | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erdbeere | – | – | Aug–Sep | Jun–Jul; remontierend bis Herbst | bei Sommerpflanzung erste Haupt-Ernte im Folgejahr | Sommerpflanzung einmaltragender Sorten; erste Haupt-Ernte im Folgejahr. Remontierende Sorten länger. |
| Walderdbeere | – | – | Mär–Apr, Sep–Okt | Jun–Okt | abhängig von Pflanzware und Entwicklung | Termine für Jungpflanzen; Aussaat gesondert planen. Erntebeginn nach Entwicklung der Pflanze. |
| Himbeere | – | – | Mär–Mai, Sep–Okt | Jun–Okt, je nach Typ | Sommerhimbeeren an vorjährigen, Herbsthimbeeren an diesjährigen Ruten | Sommer- und Herbsthimbeeren unterscheiden; Pflanzware und Schnitt beeinflussen den Erntebeginn. |
| Brombeere | – | – | Mär–Mai, Sep–Okt | Jul–Okt, je nach Sorte | abhängig von Pflanzware und Rutentyp | Erntefenster sortenabhängig; erste Ernte von Alter und Entwicklung der Ruten abhängig. |
| Johannisbeere | – | – | Mär–Apr, Okt–Nov | Jun–Aug | erste kleine Ernte je nach Pflanzware; voller Ertrag später | Frühe/späte Sorten; Pflanzfenster für übliche Frühjahr-/Herbstpflanzung. |
| Stachelbeere | – | – | Mär–Apr, Okt–Nov | Jun–Aug | erste kleine Ernte je nach Pflanzware; voller Ertrag später | Pflanzware und Entwicklungszustand entscheiden; Containerware hat ein weiteres Pflanzfenster. |
| Haselnuss | – | – | Jan–Mär, Nov–Dez | Sep–Okt | häufig nach mehreren Jahren; Pflanzware und Befruchtung entscheiden | Winterpflanzung nur frostfrei; Alter der Pflanzware und Befruchtung beachten. |
| Weinrebe | – | – | Apr–Mai | Aug–Okt, je nach Sorte | erste Trauben je nach Pflanzware und Erziehung nach mehreren Jahren | Junge Triebe vor Spätfrost schützen; erste Trauben hängen von Pflanzware und Erziehung ab. |
| Rhabarber | – | – | Mär–Apr, Sep–Okt | Apr–Jun, meist bis etwa 24. Juni | frühestens im Folgejahr sparsam; schwache Pflanzen länger schonen | Im Pflanzjahr schonen; schwache Bestände auch im Folgejahr. Meist bis etwa 24. Juni ernten. |
| Spargel (weiß) | – | – | Mär–Mai | Apr–Jun, meist bis etwa 24. Juni | üblicherweise ab drittem Standjahr; zunächst kurz beernten | Einjährige Wurzelstöcke; im Pflanzjahr keine Ernte. Junge/schwache Bestände kürzer beernten. |
| Grüner Spargel | – | – | Mär–Mai | Apr–Jun, meist bis etwa 24. Juni | üblicherweise ab drittem Standjahr; zunächst kurz beernten | Einjährige Wurzelstöcke; im Pflanzjahr keine Ernte. Junge/schwache Bestände kürzer beernten. |
| Artischocke | Feb–Mär | – | Apr–Mai | erstjährig Aug–Sep; überwintert Jun–Jul | bei früher Anzucht ca. 20 Wochen ab Aussaat möglich | Kräftige Jungpflanzen erst ab Mitte Mai; April für überwinterte Pflanzen. Winterhärte begrenzt. |
| Bärlauch | – | – | Sep–Okt | Mär–Mai | Zwiebeln nach Etablierung sparsam; Aussaat braucht mehrere Jahre | Zwiebeln pflanzen; nach Einwurzeln nur einzelne Blätter ernten. Aussaat dauert länger. |
Blumen und Begleiter
| Pflanze | Vorzucht | Direktsaat | Pflanzen / stecken | Ernte / Nutzung | Kulturzeit / erste Nutzung | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kapuzinerkresse | Apr | Mai–Jul | Mai–Jun | Jun–Okt | ca. 40–60 Tage ab Aussaat | Nach Frostgefahr; Julisaat führt zu späterer und kürzerer Blüte. |
| Ringelblume | Mär–Apr | Mär–Jun | Apr–Mai | Jun–Okt | ca. 56–70 Tage ab Aussaat | Späte Sätze blühen später; vor Samenreife schneiden, wenn keine Selbstaussaat gewünscht ist. |
| Gewürz-Tagetes | Mär–Apr | Mai–Jun | Mai–Jun | Jul–Okt | ca. 60–90 Tage ab Aussaat | Frostempfindlich; Blüte und Gewürznutzung. Kein pauschaler Nematodenschutz. |
| Lupine | Feb–Mär | Mai–Jun | Jun | Blüte meist Jun–Aug an etablierten Pflanzen | Blüte aus Aussaat meist ab zweitem Jahr | Mehrjährige Gartenlupine; Gründüngungs-Lupinen sind andere Kulturformen. Keine Speiselupinen-Empfehlung. |
| Brennnessel | – | – | Mär–Mai | Mär–Jun, junge Triebe | nach Einwurzeln | Wurzelstücke oder geteilte Pflanzen setzen; Erntefenster für etablierte Bestände. |
Gründüngung: Saat und Standzeit
Bei Gründüngung ist die Standzeit bis zum Beenden gemeint, nicht die Zeit bis zur Korn- oder Samenernte. Der passende Termin hängt von Saatzeit, Wachstum, gewünschter Blüte und der Folgekultur ab. Pflanzenreste können als Mulch bleiben oder flach eingearbeitet werden; Saattermine allein bestimmen keinen festen Einarbeitungsmonat.
| Pflanze | Direktsaat für diese Nutzungsform | Standzeit | Beenden und Folgekultur |
|---|---|---|---|
| Buchweizen | Nach den letzten Frösten im Mai bis Mitte August | mindestens etwa 8 Wochen bei wüchsigen Bedingungen | Vor Samenreife beenden; für Blütenbesucher zunächst blühen lassen. Vor der Folgekultur Zeit für die Umsetzung der Pflanzenreste lassen. |
| Inkarnatklee | März bis Anfang September; Winterbegrünung im August bis Anfang September | je nach Saattermin Sommer oder Folgefrühjahr; keine feste Tageszahl | Frühjahrssaat und überwinternde August-/frühe Septembersaat unterscheiden. Vor der Folgekultur beenden; Wiederaufwuchs prüfen. |
| Sommerwicke | Mitte Mai bis Mitte August als Sommergründüngung | mindestens etwa 6 Wochen bei wüchsigen Bedingungen | Vor Samenreife beenden; für Blütenbesucher zunächst blühen lassen. Vor der Folgekultur Zeit für die Umsetzung der Pflanzenreste lassen. |
| Winterroggen | Ende September bis Anfang/Mitte Oktober; Lage und Saatgut beachten | über Winter bis zum geplanten Beenden im Frühjahr | Im Frühjahr vor der Folgekultur beenden; frühes Mähen allein kann Wiederaustrieb erlauben. Vor Direktsaat etwa vier Wochen Abstand. |
Die Angaben sind mit dem Gründüngungs-Finder abgestimmt. Sommerwicke wird dort als Sommergründüngung ab Mitte Mai geführt; frühere Saat für andere Nutzungsformen steht im Saatkalender. Weitere Hinweise zu Familien, Boden und Wiederaufwuchs findest du unter Gründüngung im Gemüsegarten.
Sorten und Kulturformen passend zur Saison wählen

Die gleiche Pflanzenart kann je nach Sorte andere Saat- und Erntefenster haben. Diese Beispiele helfen bei der Auswahl; die Saatgutpackung und der jeweilige Steckbrief geben die konkreten Termine vor.
| Kultur | Beispiel und wichtige Einschränkung |
|---|---|
| Tomate | ’Sungold’ als Kirsch- und ‘Vilma’ als Buschtomate unterscheiden sich auch im Platzbedarf. Vorzucht statt gewöhnlicher Freiland-Direktsaat planen. |
| Zucchini | ’Black Forest’ wächst mit verlängertem Trieb und braucht eine Stütze; ‘Patio Star’ ist eine kompaktere Alternative. |
| Eichblattsalat | ’Smile’ ist grün. Für Frühjahrs- und Sommersätze jeweils passende Sorten wählen. |
| Feldsalat und Rucola | Feldsalat ‘Vit’ und Salatrauke ‘Astro’ gehören zu unterschiedlichen Kulturen. Wilde Rauke ist wiederum eine andere Art als Salatrauke. |
| Knoblauch | ’Printanor’ ist ein Frühjahrstyp. Für Herbstpflanzung eine ausdrücklich geeignete Sorte wählen, etwa ‘Thermidrome’. |
| Erdbeere | ’Mara des Bois’ trägt wiederholt; ‘Mieze Schindler’ braucht eine gleichzeitig blühende Befruchtersorte und sollte nicht allein stehen. |
| Rosmarin | ’Arp’ gilt als vergleichsweise robust. Die Winterhärte ist keine Garantie: durchlässiger Boden, geschützter Standort und bei Kübelpflanzen Wurzelschutz bleiben wichtig. |
| Gewürz-Tagetes | Als Blüh- und Gewürzpflanze nutzen. Für gezielte Nematodenbekämpfung müssen Tagetes-Art, Zielnematode und Anbauverfahren passen. |
Häufige Fragen
Muss ich Tomaten, Paprika und Chili selbst vorziehen?
Für die übliche Gartenkultur werden diese Pflanzen vorgezogen; du kannst auch fertige Jungpflanzen kaufen. Tomaten werden für eine Freilandpflanzung meist Mitte bis Ende März gesät. Paprika und Chili brauchen häufig mehr Vorlauf und bei sehr frühem Start Zusatzlicht. Eine Tomaten-Direktsaat ist kein allgemeiner Ersatz für die Vorzucht in dieser Übersicht.
Warum stehen bei Aussaat und Ernte mehrere Monate?
Die Monatsfenster fassen mehrere Sorten und Sätze zusammen. Sie sind nicht beliebig kombinierbar: Eine späte Saat braucht ausreichend Zeit zum Wachsen, und ein frühes Erntefenster kann sich auf einen früheren Satz beziehen. Mit Satzanbau und Staffelaussaat kannst du Erntemengen zeitlich verteilen.
Welche Kulturen eignen sich für die zweite Saison?
Je nach Sorte und Standort kommen etwa Feldsalat ab August, Spinat ab August, Radieschen bis September sowie Asiasalate und Pak Choi für Spätsommersätze infrage. Oktober-Aussaaten von Feldsalat, Rucola und Asiasalaten werden im Saatkalender unter Schutz geführt. Späte Saat kann erst im Folgefrühjahr erntereif werden. Im Herbst nur passende Knoblauchsorten und ausdrücklich geeignete Wintersteckzwiebeln stecken.
Warum brauchen manche Kulturen länger?
Pastinaken und Schwarzwurzeln brauchen viele Monate zur Wurzelbildung; Überwinterung im Beet kann anschließend das Erntefenster verlängern. Bei Spargel und anderen mehrjährigen Kulturen müssen sich Pflanzen erst etablieren. „Mehrjährig“ beschreibt die Lebensform und ist keine Kulturzeit bis zur Ernte.
Gelten die Erntefenster schon im Pflanzjahr?
Bei Obst, mehrjährigen Kräutern und Stauden beschreiben die Erntefenster überwiegend etablierte Pflanzen. Junge Bestände zunächst sparsam oder gar nicht beernten. Pflanzware, Sorte und Entwicklung entscheiden, wann die erste Ernte möglich ist. Bei im August/September gepflanzten einmaltragenden Erdbeeren liegt die erste Haupt-Ernte gewöhnlich im Folgejahr.
Braucht ein Schwachzehrer keinen Dünger?
Der tatsächliche Bedarf hängt von Bodenversorgung, Kultur und Nutzung ab. Eine Zehrerklasse ist keine pauschale Düngeanweisung. Für Fruchtfolge zählen zusätzlich Pflanzenfamilien, Anbaupausen und die tatsächliche Beetgeschichte.
Einordnung
Geprüft am 1. Oktober 2026. Die Saat- und Pflanzfenster gemeinsamer Kulturen wurden mit dem Saatkalender, die Gründüngungsformen mit dem Gründüngungs-Finder abgeglichen. Ergänzende Erntefenster und Kulturzeiten sind Orientierungswerte; für konkrete Sätze gelten die Hinweise zur Kultur und Sorte.
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