Fruchtfolge-Planer für deinen Gemüsegarten

Fruchtfolge mit Dünger

Plane bis zu 8 Jahre auf demselben Beet.

Jahr 1: Was soll auf dem Beet stehen?

0 von 8 Jahren geplant

Du wählst die Kulturen nacheinander; der Planer berücksichtigt ihre Pflanzenfamilien und die hinterlegten Anbaupausen. Alle Zehrerklassen sind möglich. Für die passende Versorgung mit Dünger oder Kompost sorgst du selbst.

Jahr 1 ist der Beginn deiner Folge, nicht automatisch das aktuelle Jahr. Du kannst auch bereits angebaute Kulturen eintragen. Ein Eintrag steht für eine Kultur pro Jahr.

Eine Beetpause bedeutet hier ein volles Jahr ohne Gemüse oder Gründüngung. Bedecke den Boden zum Beispiel mit geeignetem Mulch; eine Gründüngung zählt mit ihrer eigenen Pflanzenfamilie.

Die längste angesetzte Pause beträgt 6 volle Jahre: Nach Anbau in Jahr 1 bleiben die Jahre 2–7 ohne diese Familie, ein Wiederanbau ist im Modell ab Jahr 8 möglich. Die Werte sind eine Orientierung. Frühere Beetbelegung, Krankheiten, Bodenversorgung und Aussaatzeiten musst du zusätzlich prüfen.

Plane die Jahreskulturen auf einem Beet. Familienwechsel und Anbaupausen sollen Probleme durch wiederholten Anbau derselben oder verwandter Pflanzen verringern. Wähle zwischen 8 Jahren mit eigener Düngung und dem klassischen Schema ohne laufende Nachdüngung.

Inhalt9Abschnitte

Klassische Fruchtfolge ohne laufende Nachdüngung

Jahr 1 Starkzehrer → Jahr 2 Mittelzehrer → Jahr 3 Schwachzehrer. Wähle für jedes Jahr eine Pflanze aus einer anderen Familie auf demselben Beet. Für Jahr 4 erhältst du Vorschläge für Gründüngung oder eine Beetpause. So sollen Probleme durch wiederholten Anbau derselben oder verwandter Pflanzen verringert werden.

Was „ohne laufende Nachdüngung“ bedeutet: Die klassische Folge nutzt die nachlassende Wirkung einer anfänglichen Versorgung mit Mist oder Kompost. Sie setzt ein zu Beginn ausreichend versorgtes Beet voraus. Ob dieser Vorrat für deine Kulturen reicht, kann der Planer nicht prüfen. Gleiche die Folge mit deinem Boden, früheren Kulturen und den Anbaupausen ab; Krankheiten und Aussaatzeiten musst du zusätzlich beachten.

Jahr 1: Welchen Starkzehrer wählst du?

Du bist schon im zweiten oder dritten Jahr? Beginne mit dem Starkzehrer aus dem ersten Jahr dieser Folge.

Fruchtgemüse

Kohlgemüse

Wurzel- & Knollengemüse

Zwiebelgemüse

Blatt- & Stielgemüse

Eine Folge fürs Beet planen

Mit eigener Düngung: Wähle oben eine Kultur für Jahr 1 und danach aus den verfügbaren Kulturen für die folgenden Jahre. Es gibt keine feste Zehrerreihenfolge und kein vorgeschriebenes Pausenjahr. Gründüngung oder Beetpause kannst du selbst eintragen. Eine Familie wird erst wieder angeboten, wenn ihre angesetzte Pause innerhalb deines Plans abgelaufen ist. Du musst nicht alle acht Jahre ausfüllen; auch ein Zwischenstand lässt sich speichern.

Klassisch ohne laufende Nachdüngung:

  1. Wähle den Starkzehrer für Jahr 1. Er kann schon auf dem Beet gestanden haben.
  2. Wähle aus den Vorschlägen einen Mittelzehrer für Jahr 2, danach einen Schwachzehrer für Jahr 3.
  3. Vergleiche die familienpassenden Gründüngungsvorschläge für Jahr 4 oder plane eine Beetpause ein. Prüfe Anbaupausen, Nährstoffversorgung und Kulturzeiten zusätzlich.

Ein Beispiel ist Jahr 1 Tomate → Jahr 2 Möhre → Jahr 3 Buschbohne: drei unterschiedliche Familien und sinkender Nährstoffbedarf. Für die Tomate setzt der Planer vier volle Jahre Pause an: nach Jahr 1 die Jahre 2 bis 5 ohne Nachtschattengewächse, Wiederanbau als Orientierung frühestens in Jahr 6. Auch mit der Beetpause in Jahr 4 ist die Folge also kein automatisch wiederholbarer Zyklus.

Vor-, Haupt- und Nachkultur innerhalb einer Saison benötigen eine zusätzliche Zeitplanung. Dabei helfen Beet ganzjährig belegen und der Saatkalender.

So entstehen die Vorschläge

Mit Düngung: Familienpausen über acht Jahre

Im oberen Planer ist ausschließlich die Familienpause der Auswahlfilter. Für einen Wiederanbau gilt der längere Orientierungswert aus der bisherigen Kultur, der neuen Kultur und ihrer Familie. Das ist eine bewusst vorsichtige Modellregel, keine universelle Vorgabe für jede Kombination. Gründüngungen zählen ebenfalls zur Familienbelegung. Es wird die gesamte eingetragene Folge geprüft, aber keine Belegung vor Jahr 1. Zehrerklassen werden nur als Information angezeigt; die Pflanzenliste wird innerhalb der Gruppen alphabetisch sortiert und bewertet weder Nährstoffvorrat noch Ertrag.

Klassisch: drei Gemüsejahre aus verschiedenen Familien

Der Familienwechsel steht an erster Stelle: Bereits ausgewählte Pflanzenfamilien sind in den drei Gemüsejahren ausgeschlossen. Danach gilt die Zehrerstufe des jeweiligen Jahres: Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer. Innerhalb dieser Auswahl helfen hinterlegte Kulturfolgen beim Sortieren. Die Vorschläge sind eine Orientierung, keine Eignungs- oder Ertragsgarantie.

Familienwechsel im Dreijahresmodell

In deiner Auswahl kommt jede botanische Familie höchstens einmal vor. Familienwechsel und ausreichend lange Pausen können bestimmte bodenbürtige Krankheitsrisiken verringern. Die Sperre allein prüft weder frühere Kulturen noch sämtliche Erreger und Schädlinge.

Hinterlegte Kulturfolgen und Nährstoffbedarf

Der untere Planer verwendet bewusst das klassische Schema Stark → Mittel → Schwach. Es nutzt die nachlassende Wirkung einer anfänglichen Versorgung mit Mist oder Kompost, während in den drei Gemüsejahren nicht laufend nachgedüngt wird. Ein nährstoffarmes Beet wird dadurch nicht automatisch ausreichend versorgt. Die Klassen sind grobe Bedarfsgruppen, keine berechneten Verbrauchseinheiten: „einmal stark, mittel und schwach“ ist keine messbare Nährstoffgrenze.

Andere Reihenfolgen können bei passender Versorgung und ausreichenden Familienpausen möglich sein. Dafür kannst du den oberen Planer mit eigener Düngung verwenden. Im klassischen Planer erhalten hinterlegte Kulturpaarungen den stärksten Einzelbonus. Prüfe die Versorgung anhand deines Bodens; die Einordnung einer Kultur kann je nach Quelle und Anbauweise variieren.

Stickstoff und Gründüngung

Leguminosen können durch Knöllchenbakterien Luftstickstoff binden. Der Beitrag zur Folgekultur hängt von Wachstum, verbleibenden Pflanzenresten und deren Zersetzung ab. Bei geernteten Bohnen und Erbsen fällt der Beitrag oft geringer aus als bei einer Leguminosen-Gründüngung. Er öffnet im klassischen Planer keine zusätzliche Zehrerstufe. Dort sind Gründüngungen für Jahr 4 vorgesehen; im Planer mit Düngung kannst du sie für jedes Jahr wählen, soweit die Familienpause es erlaubt. Phacelia, Senf und Roggen binden keinen zusätzlichen Luftstickstoff; sie können vorhandene Nährstoffe aufnehmen und den Boden bedecken. Keine dieser Bewertungen ersetzt eine Düngeplanung.

Anbaupausen: Orientierung und Grenzen

Die folgenden Werte sind vorsichtige Orientierungswerte für die Planung, keine allgemein gültigen Mindestpausen. Eine Pause bedeutet hier volle Kalenderjahre ohne die betreffende Familie nach dem letzten Anbau. Kultur, Standort und Krankheitsgeschichte können andere oder längere Pausen erfordern. Zwischen- und Mischkulturen zählen ebenfalls.

Pflanzenfamilie Angesetzte Pause Beispiele im Planer
Doldenblütler 4 volle Jahre Fenchel, Knollensellerie, Möhre, Pastinake
Hülsenfrüchte (Leguminosen) ⚘ 4 volle Jahre / 5 volle Jahre / 6 volle Jahre Buschbohne, Dicke Bohne, Erbse, Stangenbohne

Für Erbsen werden vorsorglich sechs volle Jahre angesetzt; andere Leguminosen können abweichen. Bei Fußkrankheiten gesondert prüfen.

Kreuzblütler (Kohlgewächse) 4 volle Jahre Asiasalat, Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl

Bei Kohlhernie reicht dieser Orientierungswert nicht aus; befallene Beete gesondert beurteilen.

Kürbisgewächse 4 volle Jahre Gurke, Kürbis, Zuckermelone, Zucchini
Lauch- & Zwiebelgewächse 4 volle Jahre Frühlingszwiebel, Knoblauch, Lauch, Schalotte
Nachtschattengewächse 4 volle Jahre Aubergine, Chili, Kartoffel, Paprika
Gänsefußgewächse 3 volle Jahre Mangold, Rote Bete, Spinat
Korbblütler (Salate) 3 volle Jahre / 4 volle Jahre Chicorée, Eichblattsalat, Eissalat, Endivie
Süßgräser 3 volle Jahre Zuckermais, Winterroggen
Geißblattgewächse 2 volle Jahre Feldsalat
Mittagsblumengewächse 2 volle Jahre Neuseeländer Spinat
Knöterichgewächse Keine feste Pause angesetzt Buchweizen

Für Buchweizen als Gründüngung ist hier keine feste Pause angesetzt; Standort und frühere Beetbelegung zusätzlich prüfen.

Raublattgewächse Keine feste Pause angesetzt Phacelia

Für Phacelia als Gründüngung ist hier keine feste Pause angesetzt; Standort und frühere Beetbelegung zusätzlich prüfen.

Bei bekannten Krankheiten gesondert prüfen: Die Tabelle gibt ein befallenes Beet nicht für den Wiederanbau frei. Erreger der Kohlhernie können beispielsweise bis zu 20 Jahre im Boden überdauern. Für Erbsen empfiehlt die LfL im Ackerbau fünf bis sechs Jahre Pause; hier werden vorsorglich sechs volle Jahre angesetzt. Das ist keine standortbezogene Diagnose für deinen Hausgarten.

Gründüngung als Lückenfüller

Gründüngung kann freie Beetflächen bedecken und organische Masse liefern. Die 9 hier verlinkten Arten müssen zu Aussaatzeit, Boden und verfügbarer Zeit passen. Phacelia und Buchweizen sind mit den hier erfassten Gemüsekulturen nicht eng verwandt und deshalb häufig gut einzubauen. Auch sie besitzen eine botanische Familie. Wähle im klassischen Planer für Jahr 4 eine Art, die zu den Familien deiner drei Gemüsekulturen und zur früheren Beetbelegung passt. Im Planer mit Düngung zählt die gewählte Gründüngung für die Familienpausen der folgenden Jahre mit. Eine Beetpause bedeutet, auf Gemüse zu verzichten; bedecke den Boden zum Beispiel mit geeignetem Mulch.

Achtung bei den Kreuzblütlern Gelbsenf und Ölrettich: Die Familienpausen zu Kohl und Radieschen gelten auch für sie. Klee, Wicke und Lupine sind Leguminosen – berücksichtige die Pausen zu Erbsen und Bohnen.

Weiterführende Seiten

Häufige Fragen

Warum acht Jahre statt sieben?

Für Erbsen setzt das Modell sechs volle Jahre ohne Leguminosen an. Nach Jahr 1 sind das die Jahre 2 bis 7; Jahr 8 ist der erste mögliche Wiederanbau. Die Planung umfasst also die erste Kultur, die Pause und den möglichen Wiederanbau. Diese Modellwerte sind keine Freigabe für ein krankes Beet.

Warum werden manche Pflanzen gar nicht vorgeschlagen?

Im Planer mit Düngung sperrt die angesetzte Familienpause eine Kultur; unter der Auswahl kannst du die Gründe aufklappen. Zehrerklassen begrenzen dort nichts. Im klassischen Planer kommt jede Familie in den drei Gemüsejahren höchstens einmal vor. Außerdem stehen für Jahr 1 nur Starkzehrer, für Jahr 2 Mittelzehrer und für Jahr 3 Schwachzehrer zur Auswahl. Zunächst erscheinen acht Vorschläge für das nächste Jahr; „Weitere Möglichkeiten anzeigen“ öffnet die übrigen. Für Jahr 4 folgen Gründüngungen aus noch nicht verwendeten Familien.

Zählt für die Sperre der Name oder die Familie?

Immer die botanische Familie. Radieschen, Rettich und Kohl sind alle Kreuzblütler und sperren sich gegenseitig, obwohl sie verschieden heißen. Salate dagegen sind nicht alle Korbblütler – Rucola und Asiasalat sind Kreuzblütler, Feldsalat ein Geißblattgewächs.

Ich bin schon im zweiten Jahr – wie beginne ich?

Trage zuerst die Kultur aus Jahr 1 ein, danach wählst du für Jahr 2. Jahr 1 bezeichnet den Beginn deiner Folge, nicht automatisch das aktuelle Kalenderjahr. Im oberen Planer ist jede verfügbare Kultur als Start möglich. Im klassischen Planer muss der Beginn zum Schema Stark → Mittel → Schwach passen.

Kann ich die Gründüngung einfach nach dem Namen einer Mischung auswählen?

Prüfe alle enthaltenen Arten. Eine Mischung mit Senf oder Ölrettich bleibt Teil der Kreuzblütlerfolge; Klee und Wicke zählen zu den Leguminosen. Beide Planer prüfen einzelne Arten. Im oberen Planer zählt eine gewählte Gründüngung für die Anbaupausen späterer Jahre mit. Weitere Arten aus einer Mischung, frühere Kulturen und bekannte Krankheiten musst du zusätzlich berücksichtigen.

Kann ich nach der Beetpause wieder mit Jahr 1 beginnen?

Nicht automatisch. Für Jahr 4 erscheint „Gründünger / Beetpause“ als Hinweis zur Bodenpflege. Ein einziges Pausenjahr erfüllt nicht jede Anbaupause. Prüfe vor dem Wiederanbau die ganze Beetgeschichte und die Orientierungswerte je Familie.

Was bedeutet Stark-, Mittel- und Schwachzehrer?

Die Begriffe ordnen den Nährstoffbedarf grob ein. Starkzehrer wie Tomate oder Kohl brauchen meist mehr als Schwachzehrer wie Feldsalat. Von hungrig zu genügsam ist eine mögliche Planungsrichtung; Bodenversorgung und Düngung entscheiden mit.

Kann ich mehrere Kulturen in einem Jahr oder auf einem Mischkulturbeet planen?

Ein Eintrag steht jeweils für ein Jahr und eine Kultur. Für eine Saisonfolge oder Mischkultur musst du die Familien aller beteiligten Pflanzen zusätzlich berücksichtigen. Eine kurze Gründüngung zwischen zwei Hauptkulturen wird hier nicht als eigener Zeitabschnitt geprüft. Nutze dafür die Hinweise zur ganzjährigen Beetbelegung.

Wie ändere ich eine bereits gewählte Pflanze?

Klicke in ihrem Jahr auf „Ändern“. Alle gewählten Jahre bleiben erhalten. Du bekommst nur Varianten, die an dieser Stelle zur gesamten übrigen Folge passen — im oberen Planer einschließlich der Familienpausen zu späteren Jahren, im klassischen Planer zusätzlich zur Zehrerstufe dieses Jahres. Erst beim Übernehmen wird diese eine Auswahl ersetzt. Mit „Änderung abbrechen“ behältst du deine bisherige Folge.

Datengrundlage

Die Daten enthalten 55 Gemüsekulturen und 9 Gründüngungen. Der Planer mit Düngung verwendet Familien und Anbaupausen als Auswahlfilter; der klassische Planer zusätzlich die Zehrerstufe und familienpassende Gründüngungsvorschläge für Jahr 4. Hinterlegte Kulturpaarungen für die klassische Sortierung stammen aus den pflanzjahr-Pflanzendaten. Ihre Bewertung ist eine vereinfachte Planungshilfe. Die Sortierung ist keine Bestätigung jeder einzelnen Paarung oder jedes Tabellenwerts. Fachlich geprüft am 30. September 2026.