Krokus pflanzen – Standort, Pflege und Blütezeit
Krokus pflanzen: Frühlingskrokus September–Oktober Knollen setzen; Tiefe 5–8 cm; Abstand 5–10 cm; Blüte Februar–April; wichtige frühe Bienenweide.

Krokusse (Crocus) gehören zu den ersten Frühblühern im Gartenjahr und sind eine entscheidende Nahrungsquelle für Hummelköniginnen und früh fliegende Bienen. Die kleinen Knollen werden im Herbst (September–Oktober) gepflanzt, blühen ab Februar/März und verwildern gerne im Rasen oder unter laubabwerfenden Gehölzen. Für eine intensive Blütenwirkung in Tuffs zu 20–50 Knollen pflanzen. Vorsicht: Krokusse nicht mit der giftigen Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) verwechseln – nur der Safrankrokus (Crocus sativus) liefert essbaren Safran.
Krokus auf einen Blick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Pflanze | Krokus (Crocus-Arten) |
| Nutzungsgruppe | Zwiebelblume / Zierpflanze |
| Lebensform | mehrjährig (Knolle), verwildert |
| Pflanzzeit | September–Oktober (Frühjahrskrokus); Juli–August (Herbstkrokus) |
| Pflanzabstand | 5–10 cm |
| Reihenabstand | 10 cm |
| Pflanzen pro m² | 100–200 (in Tuffs) |
| Pflanztiefe | 5–8 cm |
| Standort | sonnig bis halbschattig; durchlässig, sandig-lehmig |
| Boden-pH | 6,0–7,5 |
| Düngung | sparsam; Kompost im Herbst |
| Blütezeit | Februar–April (Frühjahr); September–November (Herbst) |
| Wuchshöhe | 8–15 cm |
| Familienbedarf (4 Pers.) | Zierwert; ca. 50–100 Knollen für sichtbaren Effekt |
| Herkunft | Südeuropa, Vorderasien |
| Botanisch | Crocus vernus, C. chrysanthus, C. tommasinianus; C. sativus (Safran) |
| Familie | Schwertliliengewächse (Iridaceae) |
Standort und Pflege für Krokus
- Standort: sonnig bis halbschattig; ideal unter laubabwerfenden Gehölzen (Frühjahrslicht, Sommerschatten).
- Boden: durchlässig, sandig-lehmig; Staunässe lässt die Knollen faulen.
- Düngung: Kompost im Herbst beim Pflanzen einarbeiten; sonst sparsam.
- Gießen: im Frühjahr regelmäßig, im Sommer trocken halten (Ruhephase).
- Laub nicht entfernen: Blätter erst einziehen lassen, wenn sie gelb sind – die Knolle füllt sich nur dann ausreichend für die nächste Saison.
- Vermehrung: Brutknollen abnehmen und neu pflanzen (alle 3–5 Jahre teilen).
- Wühlmäuse: Krokusknollen sind ein beliebtes Fraßobjekt – ggf. in Pflanzkörben aus Drahtgeflecht setzen.
Wichtige Punkte beim Pflanzen von Krokus
- Pflanztiefe ca. 5–8 cm (2–3 × Knollenhöhe) – zu flach gepflanzt blühen sie schlecht.
- Tuffs statt Einzelpflanzungen – wirken viel schöner; 20–50 Knollen je Gruppe.
- Im Rasen verwildern lassen geht problemlos – nur den Rasen erst mähen, wenn das Krokuslaub vergilbt ist.
- Wühlmausschutz durch Drahtkörbe oder Kaiserkronen als Begleitpflanzung (vertreiben Wühlmäuse).
- Nicht mit Herbstzeitlose verwechseln: Diese ist giftig und blüht ähnlich, gehört aber zu den Zeitlosengewächsen (3 Staubgefäße beim Krokus, 6 bei der Herbstzeitlose).
Krokus in der Mischkultur
- Gut: mit anderen Frühblühern wie Schneeglöckchen, Winterling, Narzisse, Traubenhyazinthe und Christrose – ergeben einen langen Blütenflor von Januar bis April.
- Unter laubabwerfenden Gehölzen ideal – sonst sommertrocken.
- Keine schlechten Nachbarn bekannt.
Krokus Sorten und Nutzung
- Großblumig: Crocus vernus ‘Pickwick’ (weiß-violett gestreift), ‘Jeanne d’Arc’ (rein weiß), ‘Remembrance’ (dunkelviolett).
- Elfenkrokus: Crocus tommasinianus ‘Ruby Giant’ – frühestblühend, ideal zum Verwildern, Wühlmäuse mögen ihn weniger.
- Botanische Krokusse: Crocus chrysanthus ‘Cream Beauty’, ‘Blue Pearl’ – kleiner, sehr früh.
- Safrankrokus: Crocus sativus – blüht im Herbst, Narben werden als Safrangewürz geerntet.
- Garten: wichtige frühe Bienenweide; Verwilderungspflanzung in Rasen, unter Bäumen und Sträuchern.
Verwendung und Inhaltsstoffe
- Krokusse sind in der Regel nicht für den Verzehr bestimmt – keine Nährwerte relevant.
- Ausnahme Safrankrokus (Crocus sativus): geerntete Narben liefern das teure Gewürz Safran (Crocin, Picrocrocin, Safranal).
- Achtung Verwechslung: Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) ist hochgiftig (Colchicin) – nicht mit Krokus verwechseln. Krokus hat 3 Staubgefäße, Herbstzeitlose 6.
Wirkung und Vermehrung im Hausgarten
Krokusse werden nicht “geerntet”, sondern für ihren Zierwert und als Bienenweide gepflanzt. Für eine flächige Wirkung in Tuffs zu 20–50 Knollen pflanzen – nach 2–3 Jahren haben sich die Bestände durch Brutknollen meist verdoppelt. Ein Tuff hält 5–8 Jahre, dann teilen.
Häufige Fehler beim Pflanzen von Krokus
- Zu flach gepflanzt – mindestens 5 cm tief; sonst frieren die Knollen oder blühen schlecht.
- Knollen falsch herum gesetzt – Spitze nach oben (oft gut sichtbar an der getrockneten Wurzelspur unten).
- Laub zu früh abgeschnitten – die Knolle kann sich nicht regenerieren, im Folgejahr keine Blüte.
- Vereinzelt gepflanzt – wirkungslos; immer in Gruppen.
- In nasse, schwere Böden gesetzt – Knollen faulen.