Löffelkraut anbauen – Standort, Pflege und Ernte
Löffelkraut anbauen: März-April oder Aug.-Sept.; Abstand dünn gesät; Ertrag pro m²: 0,5-1 kg Blätter; Familie 4 Pers: 2 m² (1,5 kg); Erntezeit: fast ganzjährig (außer Blüte und starkem Frost).
Löffelkraut ist ein meist kurzlebiges, niedriges Würz- und Blattkraut mit löffelförmigen, fleischigen Blättern, das als bienne oder kurzlebig ausdauernde Staude 15-40 cm hoch wird. Etwa 8-12 Wochen nach der Aussaat kann erstmals geerntet werden, die Bestände lassen sich je nach Kulturführung 1-2 Jahre nutzen und stammen ursprünglich von den kühl-gemäßigten Atlantikküsten Europas.
Löffelkraut auf einen Blick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Pflanze | Löffelkraut (Cochlearia officinalis) |
| Nutzungsgruppe | Würz- und Blattkraut (Heil- und Salatkraut) |
| Lebensform | meist kurzlebige Staude, bienn oder kurzlebig ausdauernd |
| Aussaat / Pflanzzeit | März–April (Frühjahr) / August–September (Herbst) |
| Saattiefe | ca. 0,5 cm (nur leicht abdecken) |
| Saatmenge | dünne Saat, ca. 1-2 g/m² als Obergrenze |
| Standort | feucht bis frisch, gut durchlässig, eher nährstoffreich, gern leicht kalkhaltig |
| Boden-pH | ca. 6,0–7,5 |
| Temperatur | kühl bis mild, etwa 10-20 °C |
| Erntezeitraum | fast ganzjährig, außer in der Blüte und bei starkem Frost |
| Ertrag | grob 0,5-1 kg pflückbares Blattgut pro m² und Jahr |
| Herkunft | Atlantikküsten Europas und kühl-gemäßigte Küstenbereiche |
| Botanisch | Cochlearia officinalis |
| Familie | Kreuzblütler (Brassicaceae) |
Standort und Pflege für das Löffelkraut
- Temperatur: kühl bis mild, etwa 10-20 °C; Löffelkraut ist gut frosthart (in gut drainierten, feuchten Böden bis deutlich unter –10 °C).
- Boden/Standort: feucht bis frisch, gut durchlässig, eher nährstoffreich; leicht kalkhaltige Böden werden gut vertragen; in wärmeren Lagen ist ein halbschattiger Platz vorteilhaft.
- Gießen: Boden gleichmäßig feucht halten; kurzzeitige Trockenheit wird toleriert, längere Trockenphasen sollten vermieden werden.
- Licht: vollsonnig bis halbschattig; in sehr sonniger, trockener Lage eher halbschattig kultivieren.
- Düngung: geringer bis mittlerer Bedarf; meist genügt ein gut versorgter Gartenboden oder leichte Kompostgaben.
- Fruchtfolge: als Kreuzblütler nicht dauerhaft auf derselben Stelle und nicht direkt nach anderen Brassicaceae (z. B. Kohl, Kresse, Rucola) anbauen.
Löffelkraut in der Mischkultur
- Gut: Kresse-Arten und andere Kräuter im feuchten Randbereich.
- Löffelkraut eignet sich als niedriges, früh erntbares Kraut besonders gut für Beetränder und Kräuterzonen mit feuchterer Bodenführung.
Löffelkraut Sorten und Nutzung
- Wildform: Echtes Löffelkraut (Cochlearia officinalis); im Anbau werden meist Wildformen oder ähnliche scurvygrass-Arten genutzt.
- Küche: frische Blätter fein geschnitten in Quark und Frischkäse, als scharfe Komponente in Salaten, zu Kartoffeln, Eiern oder auf Broten als Kresse-Ersatz.
- Heiltradition: historisch als Vitamin‑C‑Quelle gegen Skorbut genutzt; in der Volksheilkunde u. a. bei Müdigkeit und zur Verdauungsanregung beschrieben.
- Geschmack: deutlich scharf und senfig durch Senfölglykoside; meist nur in kleinen Mengen als intensives Würzkraut verwendet.
Nährwerte und Inhaltsstoffe (pro 100 g Löffelkraut)
- Energie: ca. 20 kcal.
- Vitamin C: geschätzt um 50 mg (Literaturangaben schwanken, oft 50-80 mg/100 g).
- Sekundäre Inhaltsstoffe: Senfölglykoside, die für den kresse-/meerrettichartigen, scharfen Geschmack verantwortlich sind.
Ertrag für den Hausgarten
Für eine vierköpfige Familie werden etwa 2 m² empfohlen, die grob 1-1,5 kg Blätter pro Jahr liefern. Da Löffelkraut sehr aromatisch ist, reicht diese Menge gut als würzende Beigabe und deckt einen hohen Bedarf an frischem Löffelkraut.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Pflanze | Löffelkraut (Cochlearia officinalis) |
| Nutzungsgruppe | Würz- und Blattkraut (Heil- und Salatkraut) |
| Lebensform | meist kurzlebige Staude, bienn oder kurzlebig ausdauernd |
| Aussaat / Pflanzzeit | März–April (Frühjahr) / August–September (Herbst) |
| Saattiefe | ca. 0,5 cm (nur leicht abdecken) |
| Saatmenge | dünne Saat, ca. 1-2 g/m² als Obergrenze |
| Standort | feucht bis frisch, gut durchlässig, eher nährstoffreich, gern leicht kalkhaltig |
| Boden-pH | ca. 6,0–7,5 |
| Temperatur | kühl bis mild, etwa 10-20 °C |
| Erntezeitraum | fast ganzjährig, außer in der Blüte und bei starkem Frost |
| Ertrag | grob 0,5-1 kg pflückbares Blattgut pro m² und Jahr |
| Herkunft | Atlantikküsten Europas und kühl-gemäßigte Küstenbereiche |
| Botanisch | Cochlearia officinalis |
| Familie | Kreuzblütler (Brassicaceae) |
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