Erste Ernten im Mai
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Im Mai können frühe Saaten, frühe Pflanzungen und überwinterte Bestände die ersten regelmäßigen Ernten liefern. Radieschen, Spinat, Pflücksalat, Asiasalate, Rucola und Kräuter gehören dazu, wenn Sorte, Witterung und bisherige Kulturzeit passen. Im Mai frisch gesäte Kulturen sind häufig noch nicht erntereif. Plane frei werdende Flächen nach der Ernte unter Berücksichtigung von Fruchtfolge und dem Platzbedarf der nächsten Kultur neu ein.
Was jetzt typischerweise geerntet werden kann
Blattgemüse und Salate
Pflücksalat, Schnittsalat, Rucola und Asiasalate können bei passendem Anbautermin im Mai geerntet werden. Je nach Art und Sorte sind mehrere Blatternten möglich, wenn das Herz beziehungsweise der Vegetationspunkt erhalten bleibt. Möglichst trockene Blätter ernten und beschädigtes oder faulendes Material aussortieren. Kopfsalate werden meist als ganze Köpfe geerntet.
Spinat und Radieschen
Beide Kulturen sind frühe Klassiker. Spinat sollte geerntet werden, bevor er in die Länge geht und schosst. Radieschen verlieren bei zu langem Stehen schnell an Qualität und werden holzig oder pelzig. Im Mai lohnt sich daher eine regelmäßige Kontrolle statt punktueller Großernte.
Kräuter und frühe Einzelkulturen
Schnittlauch, Petersilie oder frühe Dill-Sätze lassen sich jetzt laufend nutzen. In geschützten Lagen oder bei sehr frühem Start können auch erste Kohlrabi oder Frühlingszwiebeln dabei sein. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Aussaat- und Pflanztermin ab.
Worauf du achten solltest
Regelmäßig statt auf einmal ernten
Geeignete Blattgemüse und Kräuter können bei schonender Ernte mehrfach genutzt werden. Radieschen dagegen werden vollständig geerntet und wachsen danach nicht nach. Gestaffelte Aussaaten und das Ernten jeweils reifer Pflanzen verlängern hier die Versorgung. Kontrolliere den Bestand regelmäßig, damit erntereife Kulturen nicht überständig werden.
Frei werdende Flächen direkt neu denken
Mai ist ein guter Monat, um die erste kleine Ernte sofort in neue Nutzung zu überführen. Nach Radieschen oder frühem Spinat können weitere Saaten oder Jungpflanzen folgen. So bleibt die Fläche nicht ungenutzt liegen und der Garten gewinnt deutlich an Produktivität.
Erntequalität vor Größe stellen
Viele Kulturen schmecken im jungen Zustand am besten. Übergroße Radieschen, überständiger Spinat oder zähe Salatblätter bringen keinen Vorteil. Im Mai zahlt sich daher eher der richtige Erntezeitpunkt als ein paar Tage zusätzliches Warten aus. Woran du bei den einzelnen Gemüsegruppen erkennst, dass es so weit ist, steht unter Wann ist Gemüse reif?.
Typische Fehler
- Zu lange mit der Ernte warten – Qualität fällt oft schneller ab als gedacht
- Flächen nach der Ernte leer lassen – verschenkt den starken Mai-Zeitraum
- Nasse Blätter schneiden – erhöht das Risiko für Fäulnis und Verschmutzung
- Nur auf Menge achten – junge, laufende Ernten sind meist hochwertiger
Praktische Empfehlung
Kontrolliere frühe und überwinterte Kulturen im Mai regelmäßig auf Erntereife. Pflücksalat und geeignete Kräuter bei erhaltenem Vegetationspunkt laufend nutzen; Radieschen rechtzeitig ganz ernten. Plane anschließend passende Folgekulturen für frei werdende Flächen.
Was wird im Mai geerntet
Die folgende Auswahl umfasst auch frühe Sorten, überwinterte Bestände und geschützten Anbau. Sie ist keine Zusage, dass alle Kulturen aus einer Frühjahrssaat im Freiland bereits im Mai erntereif sind. Kräuter aus eingewachsenen Beständen sind oft früher nutzbar als frisch gesäte Pflanzen; Blüten nur ernten, wenn die Pflanzen bereits blühen.
Gemüse
- Asiasalat (Mizuna)
- Blumenkohl
- Chinakohl
- Erbsen
- Friseesalat
- Grüner Spargel
- Kopfsalat
- Lauchzwiebel
- Mairübe
- Mangold
- Markerbsen
- Pak Choi
- Pflücksalat
- Radicchio
- Radieschen
- Rettich
- Rucola (Rauke)
- Spargel
- Spinat
Kräuter und Blüten
- Brennnessel
- Bärlauch
- Dill
- Kerbel
- Kresse
- Löffelkraut
- Majoran
- Ringelblume
- Rucola (Rauke)
- Sauerampfer
- Schnittlauch
- Winterheckenzwiebel
- Ysop
- Zitronenmelisse
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