Pastinake anbauen – Standort, Pflege und Ernte
Die Pastinake auf einen Blick
- Aussaat
- Aussaat / Pflanzzeit März-Juni (Direktsaat!)
- Standort
- locker, tiefgründig, humos bis sandig-lehmig
- Abstand
- Pflanzabstand 10-15 cmReihenabstand 30-40 cm
- Ernte
- Ernte Sept.-Frühjahr (nach Frost süßer)Erntezeitraum September–März
Weitere Anbaudaten und Botanik
Pastinake anbauen: März-Juni (Direktsaat!); Abstand 10-15 cm; Ertrag 4-6 kg.
- Saattiefe
- 1-2 cm
- Pflanzen pro m²
- 15-25
- Boden-pH
- 6,0-7,0
- Ertrag
- 4-5 kg/m² (ca. 150-300 g je Wurzel)
- Herkunft
- Europa und Westasien
- Botanisch
- Pastinaca sativa
- Familie
- Doldenblütler (Apiaceae)
Inhalt11 Abschnitte
Pastinaken sind zweijährige Pflanzen und können 80–150 cm hoch werden. Die Wurzeln sind nach etwa 24–30 Wochen erntereif. Besonders gut entwickeln sie sich in lockerem, tiefgründigem und humosem Boden.
Standort und Pflege für den Anbau von Pastinake
- Temperatur: ideal 15-20°C
- Winterhärte: ausgereifte Wurzeln winterhart im Boden; Frost verbessert Aroma und Süße – späte Ernte ist geschmacklich vorteilhaft
- Keimung: langsam; frisches Saatgut und gleichmäßig feuchter Boden sind wichtig
- Boden/Standort: locker, tiefgründig, humos bis sandig-lehmig; steinfreie Böden begünstigen gerade, lange Wurzeln
- Boden-pH: 6,0-7,0
- Gießen: mäßig; gleichmäßig feucht halten, keine Staunässe; Trockenstress führt zu Rissbildung
- Schutz/Unkraut: regelmäßig flach hacken oder mulchen – Pastinaken entwickeln anfangs nur langsamen Blattwuchs
- Ausdünnen: früh nach dem Auflaufen vereinzeln, damit Wurzeln genügend Platz haben
- Dünger: NPK mittel – gute Kompostversorgung genügt; kein frischer Stallmist (führt zu verzweigten Wurzeln); keine stark stickstoffbetonten Gaben
- Vorfrüchte: Vorfrüchte mit stärkerer Düngung (z. B. Tomaten, Kohl) eignen sich gut
- Ernte: wenn das Laub einzieht bzw. vergilbt, sind Wurzeln voll ausgereift; können bei frostfreiem Boden nach Bedarf geerntet werden
- Fruchtfolge: mindestens 3 Jahre Anbaupause mit anderen Doldenblütlern (z. B. Möhren, Sellerie, Petersilie) auf derselben Fläche
Wichtige Punkte
- Gießen: mäßig; Trockenstress führt zu Rissbildung
- Keimung: frisches Saatgut verwenden; Keimung ist langsam und gleichmäßige Feuchtigkeit wichtig
- Frost: Wurzeln nach Frost spürbar süßer und aromatischer – späte Ernte lohnt sich
Die Pastinake in der Mischkultur
- Gut: Erbsen, Radieschen, Zwiebeln
- Schlecht: Petersilie und andere Doldenblütler in enger Nachbarschaft
Passendes Werkzeug: Mischkultur-Planer
Pastinaken Sorten und Nutzung
- Klassisch: Tender and True, Avonresister
- Hinweis: Sorten unterscheiden sich vor allem in Wurzellänge, Krankheitsresistenz und Neigung zu Grünköpfigkeit
- Küche: Ofengemüse (geröstet mit anderen Wurzelgemüsen), Suppen und Eintöpfe, Pürees und Stampf als Kartoffelersatz oder -ergänzung, in feinen Streifen oder Scheiben als Pfannengemüse
- Frost: nach Frost werden Pastinaken spürbar süßer und aromatischer
Nährwerte (pro 100 g rohe Pastinake)
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Energie | 75 kcal |
| Kohlenhydrate | 18,0 g |
| davon Zucker | 4,8 g |
| Eiweiß | 1,2 g |
| Fett | 0,3 g |
| Ballaststoffe | 4,9 g |
| Vitamin C | 17 mg |
| Vitamin E | 0,5 mg |
| Kalium | 375 mg |
| Calcium | 36 mg |
| Magnesium | 29 mg |
| Eisen | 0,6 mg |
Werte gerundet nach typischen Tabellen für rohe Pastinaken.
Ertrag für den Hausgarten
Für einen Vierpersonenhaushalt sind 1 m² mit etwa 20 kräftigen Pflanzen ein Richtwert. Bei guter Kultur lassen sich dort ungefähr 4–5 kg Pastinaken für Herbst und Winter ernten.
| Aussaat / Pflanzzeit | März-Juni (Direktsaat!) | | Saattiefe | 1-2 cm | | Pflanzabstand | 10-15 cm | | Reihenabstand | 30-40 cm | | Pflanzen pro m² | 15-25 | | Standort | locker, tiefgründig, humos bis sandig-lehmig | | Boden-pH | 6,0-7,0 | | Ernte | Sept.-Frühjahr (nach Frost süßer) | | Erntezeitraum | September–März | | Ertrag | 4-5 kg/m² (ca. 150-300 g je Wurzel) | | Herkunft | Europa und Westasien | | Botanisch | Pastinaca sativa | | Familie | Doldenblütler (Apiaceae) |
Krankheiten und Schädlinge
Krankheiten:
- Pastinakenkrebs (Itersonilia perplexans): raue dunkelbraune eingesunkene Faulstellen rund um den Wurzelhals und die Schultern der Wurzel; weite Pflanzung, Fruchtfolge, robuste Sorten.
Schädlinge:
- Möhrenfliege (Psila rosae): braune rostige Tunnel und Oberflächennarben am unteren Wurzelteil; Kulturschutznetze ab Aussaat.
Infografik
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