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Gartentiere einordnen und schonend mit ihnen umgehen

Die Gruppen dienen der Orientierung. Die Rolle eines Tieres kann sich je nach Art, Entwicklungsstadium und Gartensituation ändern. Erwachsene Schwebfliegen besuchen beispielsweise Blüten, während die Larven vieler Arten Blattläuse fressen.

  • Erst bestimmen, dann handeln. Prüfe das Tier beziehungsweise Entwicklungsstadium, den tatsächlichen Schaden und den Zustand der Pflanze. Die Steckbriefe liefern Hinweise; ähnliche Arten lassen sich nicht immer sicher unterscheiden. Ein einzelnes Tier oder ein alter Schaden bedeutet noch keinen Behandlungsbedarf. Mechanischer Pflanzenschutz erklärt passende Barrieren und weitere Maßnahmen ohne Spritzmittel.
  • Schutzstatus und Nester beachten. In Deutschland sind unter anderem die Europäische Hornisse, der Goldglänzende Rosenkäfer und der Maulwurf besonders geschützt. Bei Problemen mit einem Wespen- oder Hornissennest Abstand halten und fachkundige Beratung suchen, bevor du Maßnahmen am Nest erwägst.
  • Lebensräume fördern. Ein vielfältiges Blütenangebot, Raupenfutterpflanzen sowie passende Nistplätze und Überwinterungsräume unterstützen Gartentiere. Anregungen findest du unter Nützlinge fördern und im Bienen-Blühkalender.

Nützlinge — Räuber & Parasitoide (13)

Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen und weitere natürliche Gegenspieler können Schädlingspopulationen begrenzen. Ihre Anwesenheit garantiert keinen ausreichenden Pflanzenschutz.

Bestäuber (6)

Wildbienen einschließlich Hummeln, Honigbienen und Schmetterlinge unterstützen die Bestäubung vieler Pflanzen. Auch die unter Nützlingen aufgeführten Schwebfliegen besuchen Blüten. Nicht jede Fruchtbildung ist von Insekten abhängig.

Schädlinge (35)

Blattläuse, pflanzenfressende Raupen, Wühlmäuse und weitere Tiere können Gartenpflanzen schädigen. Erst den Befall und den tatsächlichen Schaden prüfen, dann passende, möglichst schonende Maßnahmen wählen.

Bodenleben & Zersetzer (3)

Regenwürmer und Asseln unterstützen den Abbau organischer Reste und den Nährstoffkreislauf. Regenwürmer tragen außerdem zur Bodenstruktur bei.

Weitere Gartentiere: Nutzen und mögliche Konflikte (9)

Ameisen, Wespen, Schnecken und Engerlinge haben je nach Art und Situation unterschiedliche Rollen. Manche Engerlinge fressen Wurzeln, andere zersetzen abgestorbenes Material. Ein Fund allein bedeutet keinen Behandlungsbedarf.