Schalotte anbauen – Standort, Pflege und Ernte
Schalotte anbauen: März-April (Steckzwiebeln!); Abstand 15-20 cm; Ertrag 2-4 kg.

Der Datensatz zu Schalotte beschreibt ein horstbildendes, zwiebelbildendes Zwiebelgewächs mit 20-50 cm hohem Laub, das aus einer gesteckten Zwiebel ein Nest aus mehreren kleineren Schalotten bildet. Hinterlegt sind je nach Pflanztermin etwa 16-20 Wochen von der Pflanzung bis zur Ernte reifer Schalotten sowie eine Nutzung als meist mehrjähriges, im Gemüsegarten aber oft ein- bis zweijährig kultiviertes Würz- und Zwiebelgemüse mit Ursprung in Zentralasien und dem Nahen Osten.
Die Schalotte auf einen Blick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Pflanze | Schalotte (Allium cepa, Aggregatum-Gruppe) |
| Nutzungsgruppe | Zwiebelgemüse / Würzgemüse |
| Lebensform | horstbildendes, mehrjährig nutzbares Zwiebelgewächs (im Anbau meist 1–2-jährig) |
| Vermehrung | Steckzwiebeln (Sets), Saatkultur möglich aber ungebräuchlich |
| Aussaat / Pflanzzeit | März–April (Frühjahr, Steckzwiebeln), in milden Lagen auch Herbstpflanzung |
| Pflanzabstand | 15-20 cm in der Reihe |
| Reihenabstand | 25-30 cm |
| Pflanzen pro m² | ca. 20-25 gesteckte Zwiebeln |
| Standort | durchlässiger, eher leichter bis mittelschwerer, sonniger Boden; Staunässe vermeiden |
| Boden-pH | ca. 6,0–7,0 (leicht sauer bis neutral) |
| Temperatur | optimal ca. 15-25 °C |
| Ernte | Juli–August, wenn das Laub umgelegt und vergilbt ist |
| Ertrag | ca. 2-4 kg/m², etwa 50-100 g Schalotten je gesteckter Zwiebel |
| Herkunft | Zentralasien und Naher Osten |
| Botanisch | Allium cepa Aggregatum-Gruppe |
| Familie | Lauchgewächse (Amaryllidaceae) |
Standort und Pflege der Schalotte
- Temperatur: optimal ca. 15-25 °C; Schalotten sind relativ frosthart, gesteckte Zwiebeln vertragen übliche mitteleuropäische Winter, junge Austriebe leichte Fröste.
- Boden/Standort: durchlässiger, eher leichter bis mittelschwerer, sonnig gelegener Boden; Staunässe unbedingt vermeiden; pH-Bereich ca. 6,0-7,0.
- Gießen: mäßig; Boden gleichmäßig leicht feucht halten, aber keine Staunässe; gegen Ende der Kultur eher trockener halten, um die Lagerfähigkeit zu verbessern.
- Anhäufeln/Bodenpflege: leichtes Anhäufeln bzw. Lockern zwischen den Reihen; Zwiebeln sollten nicht zu tief bedeckt sein; Schalotten reagieren empfindlich auf Unkrautkonkurrenz, daher flach hacken.
- Dünger: geringer bis mittlerer Nährstoffbedarf; reife Kompostgaben vor der Pflanzung reichen meist aus; mäßige Stickstoffgaben sind ausreichend, da zu viel Stickstoff Krankheitsanfälligkeit und geringere Lagerfähigkeit begünstigt.
- Fruchtfolge: mindestens 3 Jahre Anbaupause mit anderen Zwiebelgewächsen (Speisezwiebel, Lauch, Knoblauch) auf derselben Fläche einhalten.
Wichtige Punkte für den Anbau von Schalotten
- Gießen: eher sparsam als zu nass, da sehr nasse, kalte Böden Fäulnis fördern.
- Steckzwiebeln nur so tief setzen, dass die Spitze knapp sichtbar bleibt, damit sie nicht faulen.
- Gegen Ende der Kultur trockenere Bedingungen fördern eine gute Ausreife und Lagerqualität.
- Schalotten bilden aus einer gesteckten Zwiebel mehrere kleine Zwiebeln (Nest) – beim Ernten ganze Nester aufnehmen und anschließend trocknen.
Schalotten in der Mischkultur
- Gut: Möhren, Salat, Rote Bete.
- Hinweis: Zwiebelduft kann die Möhrenfliege irritieren, während Möhrenduft Zwiebelfliegen stört – klassische Mischkultur von Zwiebelgewächsen und Möhren.
Schalotten Sorten und Nutzung
- Klassische Sorten: Yellow Moon.
- Rote/Rosafarbene Typen: Echalote (Sammelbegriff für französische Schalottentypen).
- Hinweis: Sorten unterscheiden sich in Schalenfarbe, Nestgröße, Aroma und Lagerfähigkeit.
- Küche: fein gewürfelt zum Anschmoren (Saucen, Pfannengerichte, Risotti); roh oder leicht gegart in Vinaigretten und Salaten; ideal für Chutneys, Konfitüren und eingelegte Zwiebelkonserven.
- Aroma und Inhaltsstoffe: Schalotten sind aromatischer und meist milder als Speisezwiebeln; schwefelhaltige Verbindungen wie Allicin sorgen für das typische Aroma und besitzen antibakterielle Wirkung.
Nährwerte (pro 100 g rohe Schalotte)
- Energie: ca. 72 kcal.
- Wasser: ca. 80 g.
- Kohlenhydrate: ca. 17 g.
- Eiweiß: ca. 2 g.
- Fett: ca. 0,1 g.
- Ballaststoffe: ca. 3 g.
- Vitamine: Vitamin C ca. 8 mg, Vitamin B6 ca. 0,3 mg, Folat ca. 34 µg.
- Mineralstoffe: Kalium ca. 330 mg, Magnesium ca. 21 mg, Phosphor ca. 60 mg.
- Sekundäre Inhaltsstoffe: verschiedene schwefelhaltige Verbindungen (u. a. Allicin) mit Aroma- und Gesundheitswirkung.
- Anmerkung: Werte gerundet nach typischen Tabellen für rohe Schalotten; genaue Gehalte variieren je nach Sorte und Standort.
Ertrag für den Hausgarten
Für vier Personen werden etwa 1 m² mit rund 20 gesteckten Schalotten empfohlen, was je nach Sorte und Kulturführung etwa 2-3 kg Ernte ergibt. Diese Menge deckt den Bedarf einer vierköpfigen Familie an frischen Schalotten für eine Saison recht gut.
Infografik